Solidarität unter ArbeitnehmerInnen stärken – Betriebsräte gründen

Wien (OTS) „Vor einem Jahr hat die Regierung angekündigt, dass niemand zurückgelassen wird. Davon haben aber die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bisher wenig bemerkt“, sagt der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen, Rainer Wimmer. Er kritisiert, dass eine umfassende Freistellung für Schwangere fehle, dass der Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit mangelhaft sei, das Arbeitslosengeld noch immer nicht erhöht wurde und der Corona-Tausender noch immer nicht umgesetzt wurde. „Das größte Versäumnis ist aber, dass die Regierung nicht entschieden um jeden Arbeitsplatz kämpft“, so Wimmer. ****

„Warum hat die Regierung beispielsweise zur Schließung des MAN-Werks solange geschwiegen? Wo sind die Konzepte gegen die Abwanderung in Billiglohnländer? Warum wird nicht über eine staatliche Beteiligung nachgedacht?“, fragt der FSG-Vorsitzende. Die türkis-grüne Koalition nehme es schulterzuckend zur Kenntnis, dass in der Region rund um das MAN-Werk mehr als 8.000 Arbeitsplätze gefährdet sind. „Anstatt alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das Werk zu halten und somit die Existenz tausender Familien zu sichern, ist die ÖVP damit beschäftigt, peinliche Skandale aufzuarbeiten“, so Wimmer.

Der FSG-Vorsitzende betont, dass sich auch in der Corona-Krise zeigt, wie wichtig starke Gewerkschaften und Betriebsräte sind: „Die Gewerkschaften sind ein wichtiger Partner bei der Abwicklung der Kurzarbeit, mit der hunderttausende Arbeitsplätze gerettet wurden. Unternehmen, die einen Betriebsrat haben, sind Studien und Erfahrungsberichten zufolge besser durch das vergangene Jahr gekommen.“ Der 1. Mai ist ein Tag des Kampfes um bessere Arbeitsbedingungen und ein Tag der Solidarität unter den ArbeitnehmerInnen. „Nehmen wir ihn zum Anlass und machen wir uns bewusst, dass wir nur gemeinsam – mit Engagement auf betrieblicher Ebene – Verbesserungen erreichen können. Betriebsräte sind wesentlich, wenn es darum geht, faire Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen zu erzielen. Das Recht auf betriebliche Mitbestimmung ist nicht selbstverständlich, wie wir in anderen Ländern sehen können. Daher sollten viele Menschen diese Möglichkeit nutzen und sich als Betriebsrat oder Betriebsrätin für ihre Kolleginnen und Kollegen stark machen“, sagt Wimmer.

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