Landesobfrau Tamandl begrüßt zahlreiche Ehrengäste und zieht Bilanz

Wien (OTS) Zur Eröffnung des 25. Landestages des ÖAAB Wien im Saal der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst konnte Landesobfrau Gabriele Tamandl eine Vielzahl an Ehrengästen begrüßen und ging in ihrer Rede unter anderem auf die bündische Struktur der ÖVP ein. Sie betonte, dass die ÖVP nur dann stark sein könne, wenn die Teilorganisationen zusammenstehen.

In Grußworten meldeten sich Landesparteiobmann Gernot Blümel, GÖD-Vorsitzender Norbert Schnedl und Bundesminister Wolfgang Sobotka zu Wort: Blümel stellte die Frage „welches Bundesland eine bürgerliche Arbeitnehmervertretung notwendiger“ hätte als Wien: „Die vielen Anwesenden sind ein Zeichen für die Stärke des ÖAAB, den ich als Wiege der Ideologie unserer Volkspartei sehe. Denn die christliche Soziallehre ist eine Arbeitnehmeridee.“

Norbert Schnedl betonte den Wert der Sozialpartnerschaft: „Das ist mit ein Geheimnis des Erfolges innerhalb des Öffentlichen Dienstes, dass wir an einem Strang ziehen.“ Die Zukunftsherausforderungen seien etwa Digitalisierung und Flexibilisierung, wie sie auch im Arbeitsprogramm festgehalten seien. „Wir müssen diese Themen als Chancen sehen, von denen alle profitieren können.“ Die Mindestsicherung sei keine Einbahnstraße: „Es muss eingezahlt worden sein, um sie zu erhalten. Denn die Gießkanne funktioniert nicht.“ Schnedl sprach Tamandl für die „hervorragende Arbeit“ seinen Dank aus: „Du hast viele Weichenstellungen in nicht einfacher Zeit vorgenommen. Karl Nehammer und seinem Team wünsche ich viel Kraft und vor allem Geschlossenheit. Ich bin überzeugt, dass ihr dann erfolgreich sein werdet. Glück auf!“

Auch Innenminister Sobotka richtete seinen Dank an Tamandl: „Für Deine persönliche Freundschaft, für Deine Bekanntschaft und für Deinen Einsatz.“. Denn, so der Landesobmann des NÖAAB weiter: „Wenn man sie kennt, braucht man kein Lexikon. Ich kenne kaum jemand Verlässlicheren als sie. Wenn sie etwas zusagt, dann pickt das auch. Danke Gaby, dass Du Dich eingebracht hast und Dich weiter einbringen wirst. Und Danke auch für die Geduld mit mir.“

Im Anschluss wünschte Sobotka Karl Nehammer alles Gute: „Ich wünsche Euch, dass ihr mehr werdet und neue Wege einschlagt. Seid der lökende Stachel im Fleisch der Wiener. Steht für Eigenverantwortung, Leistungsbereitschaft und Reflexionsfähigkeit.“ Die ÖVP sei manchmal zu kompromissbereit: „Zeigt deutlich auf, was notwendig für die Menschen ist!“

In ihrer Bilanzrede sagte Tamandl, für den ÖAAB Wien und sie gehe ein Abschnitt zu Ende, während ein neuer beginne: „Es war eine wunderbare Zeit als Stellvertreterin unter Matthias Tschirf, in der AK-Fraktion und zuletzt als Vorsitzende.“ Mit den heutigen Herausforderungen hätte man zu Beginn ihrer ÖAAB-Karriere nicht gerechnet: „Wer hätte gedacht, dass wir vor steigenden Arbeitslosenzahlen stehen würden, wer hätte vor 15 Jahren mit derartigen Herausforderungen für Junge und Über-50-Jährige gerechnet. Wir haben auch die Digitalisierung nicht voraussehen können.“

Wichtig sei es, die Einheit zu wahren: „Wir müssen uns den Herausforderungen stellen. Und dabei hat mich die Breite, die uns auszeichnet, immer fasziniert: Frauen, Öffentlicher Dienst, Exekutive, Gewerkschaften, Bezirks- und die Betriebsgruppen. Immer, wenn wir gemeinsam gestanden sind, waren wir stark.“
Man sei nicht immer einer Meinung gewesen, so Tamandl zum Verhältnis ÖAAB und FCG: „Wir waren nicht immer einer Meinung, Beispiel Steuerreform. Aber im Inhalt starke Auseinandersetzungen führen und dann gemeinsam für etwas stehen. Das ist zukunftsfähig.“
Sie habe politische Höhen und Tiefen erlebt. So sei die Landtagswahl 2015 ein Tiefpunkt gewesen, aber bei den Vorzugsstimmen hätten zwei ÖAAB-Frauen die Hürde geknackt: „Und ich bin stolz auf die Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst und unsere Betriebsräte, die uns in einigen großen Unternehmen zeigen, wie man Wahlen gewinnen kann.“

Es sei an der Zeit, Gutes zu bewahren aber Neues zu beginnen, so Tamandl, die zum Abschluss ihrer Rede ein Bekenntnis für ein „ehrliches und offenes Feedback“ ablegte und sich „ganz persönlich“ bei ihren Mentoren und Freunden bedankte: „Johannes Prochaska, Alfred Finz und Matthias Tschirf bin ich persönlich verbunden und zu Dank verpflichtet. August Wöginger ist jetzt Bundesobmann und bleibt mir Kollege und Freund.“

Bundesobmann August Wöginger erwähnte in seinem politischen Referat die Streitbarkeit der abtretenden Landesobfrau: „Wer nicht streiten will, der soll halt nicht in die Politik gehen.“

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Mag. Paul Hefelle
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