Filmporträt der Wienerin und ehemaligen Elvis-Sekretärin Trude Forsher

Wien (OTS) Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum 40. Todestag des King of Rock ’n’ Roll (am 16. August) steht die TV-Premiere eines neuen österreichischen Dokumentarfilms auf dem Programm: als „kulturMontag spezial“ zeigt ORF 2 am 14. August 2017 um 22.30 Uhr die rund 60-minütige Produktion „Elvis und das Mädchen aus Wien“ von Kurt Langbein, die einer besonderen Frau im Leben des Weltstars gewidmet ist. Die Jüdin Trude Forsher war eine gebürtige Wienerin, die dem Nationalsozialismus entfloh und in den 1950er Jahren Elvis Presleys Sekretärin wurde – ein Job, von dem Millionen junger Mädchen und Frauen damals träumten. Erzählt von Trude Forshers Sohn, Filmproduzent, Regisseur und Filmwissenschafter James Forsher, zeigt der vom ORF koproduzierte Film eine Frau, die trotz aller Wirrnisse der Geschichte einen unglaublich mutigen Weg in der Welt des Showbusiness gegangen ist.

Das weitere ORF-Programm zum 40. Todestag von Elvis Presley

Der ORF startet bereits am 12. August mit seinem Elvis-Schwerpunkt und zeigt um 13.25 Uhr in ORF 2 im Rahmen der „Hollywood-Classics“ die Komödie „Acapulco“ aus dem Jahr 1963, in der Elvis Presley an der Seite von Ursula Andress spielt (auch am 14. August um 23.30 Uhr in ORF 2). Ein weiterer Spielfilm, „Gold aus heißer Kehle“ aus dem Jahr 1957, steht am 15. August um 13.15 Uhr auf dem Programm von ORF 2. ORF III zeigt ebenfalls am 15. August zwei Dokumentationen über den „King“: um 20.15 Uhr die Hommage „Elvis-O-Rama“ von Hannes Rossacher und danach um 21.45 Uhr „Elvis – Aloha from Hawaii“ über das legendäre Konzert, das der King am 14. Jänner 1973 am Höhepunkt seiner Karriere in Honolulu gab.

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„Es war wie im Film. Da die kleine Frau, die Schriftstellerin werden wollte, und dort der größte PR-Mann von Hollywood und dann auch noch Elvis, der King. Und ich hatte das Privileg, dabei zu sein“, erzählt Trude Forsher bei ihrem letzten Interview kurz vor ihrem Tod im Jahr 2000.

Die 1920 geborene Trude Forsher ist in einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Sie konnte im August 1938 im Alter von 18 Jahren den Bedrohungen durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen und hat sich als Flüchtling über London in die USA durchgeschlagen, geheiratet und in Los Angeles niedergelassen. 1956 hat die junge Frau einen Job bekommen, von dem Millionen junger Frauen träumten: Als Elvis Presleys Sekretärin und später als seine PR-Koordinatorin war sie am Beginn der fantastischen Karriere des „King of Rock ’n’ Roll“ eine der wichtigsten Frauen in Hollywood. Die Stelle verdankte sie der Hilfe entfernter Verwandter – den ebenfalls aus Wien stammenden Musikproduzenten Jean und Julian Aberbach, bei deren Verlag Hill and Range Songs etliche Elvis-Komponisten unter Vertrag waren.

Trude Forshers Sohn James hat über viele Jahre ausführliche Interviews mit seiner Mutter zu ihrer Biografie und ihren Erlebnissen mit Elvis Presley geführt und filmisch festgehalten. Für die Dokumentation „Elvis und das Mädchen aus Wien“ macht er sich unter der Regie von Kurt Langbein auf die Reise an die Schauplätze der einzelnen Lebensphasen seiner Mutter. Er erzählt ihre Geschichte und mit noch wenig bekanntem Archivmaterial auch die Geschichte des jungen Elvis Aaron Presley, der innerhalb kurzer Zeit vom Lastwagenfahrer zum Rockidol aufstieg.

Trude Forsher arbeitete für Elvis während seiner ersten sechs Filme, hautnah erlebte sie auch seine Trauer um den frühen Tod seiner Mutter im August 1958 mit. Im Lauf ihrer erfolgreichen Karriere im innersten Kreis um den Star blieb ihr persönliches Glück allerdings auf der Strecke: Ihr Mann Bruno Forsher konnte mit ihrem Erfolg nicht Schritt halten und verließ die Familie. Nach der Scheidung wurde Trude Forsher vom damaligen Manager von Evis Presley gefeuert, da dieser den PR-Skandal um eine „Geschiedene“ in seiner Firma vermeiden wollte.

In der Zeit danach gründete Trude Forsher gemeinsam mit Adolph Zukor II., dem Enkel des legendären Filmmoguls, eine TV-Produktionsfirma. Nach ihrer Pensionierung engagierte sie sich sozialpolitisch für geschiedene Mütter, wofür sie mehrfach ausgezeichnet wurde.

„Elvis und das Mädchen aus Wien“ ist eine Produktion von Langbein & Partner in Koproduktion mit ORF und dem Medienservice des Bundesministeriums für Bildung (BMB), gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und VAM.

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