Förderzusagen des Filmfonds Wien zur 1. Jurysitzung 2021 und zum 1. TV-Antragstermin 2021

Wien (OTS) In der ersten Förderrunde des Filmfonds Wien ergab sich bei den geförderten Kinoprojekten ein Schwerpunkt fiktiver Stoffe, unter ihnen die Kinoverfilmung von Christine Nöstlingers „Geschichten vom Franz“. Im Fernsehbereich erhalten 20 dokumentarische Projekte Förderung. Unter den vier geförderten fiktiven TV-Stoffen finden sich zwei neue Fälle für das Ermittlerduo der erfolgreichen Krimireihe „Blind ermittelt“.

Bei der ersten Sitzung im Jahr 2021 erteilte die Jury, bestehend aus Daniela Elstner, Peter Jäger, Philipp Kreuzer, Roshanak Behesht Nedjad und Gerlinde Seitner insgesamt 13 Projekten Zusagen – Mittel in Höhe von 2,62 Millionen Euro wurden vergeben. Eingereicht waren 28 Projekte mit einer Antragssumme von 6,94 Millionen Euro.

Sieben Projekte erhalten Herstellungsförderung in Gesamthöhe von 2.446.000 Euro.

Franz ist der Kleinste in der Klasse, hat blonde Ringellocken und kriegt eine Piepsstimme wenn er sich aufregt. Da helfen zum Glück zwei beste Freunde: die Gabi und der Eberhard. Als Franz eines Tages Hank Haberers „10 Regeln für einen echten Mann“ für sich entdeckt, sind Turbulenzen vorprogrammiert. Christine Nöstlingers GESCHICHTEN VOM FRANZ ist die populäre Vorlage des gleichnamigen Familienfilms, den Regisseur Johannes Schmid nach dem Drehbuch von Autorin Sarah Wassermair inszenieren wird. Die Wiener Nikolaus Geyrhalter Film produziert gemeinsam mit der bayerischen if… Productions. Die Komödie soll im Sommer in Wien und München unter anderem mit Ursula Strauss und Sophie Rois gedreht werden.

In DIE KINDER VON WIEN begleitet die Dokumentaristin Ruth Beckermann die Schülerinnen und Schüler einer sogenannten Brennpunktschule durch die ihren Bildungsweg entscheidende dritte Volksschulklasse. Der Kinodokumentarfilm wird von der Ruth Beckermann Filmproduktion realisiert.

Andrea, eine junge Polizistin, will sich scheiden lassen, weshalb ihr das halbe Dorf Vorwürfe macht. Nach einer Geburtstagsfeier läuft ihr Noch-Ehemann betrunken vor ihr Auto und stirbt. Andrea begeht im Schock Fahrerflucht, dann kehrt sie zur Unfallstelle zurück, doch inzwischen gibt es einen anderen Schuldigen. Mit dem Drama ANDREA LÄSST SICH SCHEIDEN inszeniert Autor und Regisseur Josef Hader nach „Wilde Maus“ seinen zweiten Kinofilm, die Wega Film produziert.

Mit BACHMANN & FRISCH widmet sich Regisseurin Margarethe von Trotta („Hannah Arendt”) wieder einem biografischen Stoff. Die Koproduktion mit Luxemburg, der Schweiz und Deutschland wird auf österreichischer Seite von der Amour Fou Vienna gestemmt. Im Zentrum des Films steht die kompromisslose Literatin Ingeborg Bachmann und ihre Beziehung zu Max Frisch. Der Film erzählt von ihrem Leben in Berlin, Zürich, Rom, Klagenfurt, von ihrer Reise mit dem Wiener Journalisten Adolf Opel nach Ägypten und nicht zuletzt von ihren radikalen Texten.

Um die Verlassenschaft ihrer verstorbenen Eltern zu regeln, begibt sich die junge Mutter Manu in deren leerstehendes Haus. Bald jedoch entwickelt sich für Manus Kleinfamilie der Ausflug aufs Land zum lebensgefährlichen Horrortrip. Der Thriller HEIMSUCHUNG von Autor und Nachwuchsregisseur Achmed Abdel-Salam wird als Gemeinschaftsproduktion der jungen Glitter and Doom Filmproduktion und der Prisma Film verwirklicht.

SISI UND ICH nähert sich der legendären, historischen Figur aus Sicht von Irma Gräfin Sztáray, die als Hofdame der Kaiserin in den Bann der faszinierenden, aber auch selbstzerstörerischen Sisi gerät. Das historische Drama wird minoritär von der Wiener Dor Film gemeinsam mit der Münchener Walker+Worm Films und der Züricher C-Films produziert. Regie führt Frauke Finsterwalder, die gemeinsam mit Christian Kracht auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet.

Die britisch-österreichische Koproduktion FARAWAY HOME erzählt die Geschichte der jüdischen Geschwister Karl und Rosa, die mit einem der letzten Kindertransporte aus Österreich unter NS-Herrschaft entkommen können. Die beiden finden Zuflucht auf einer Flüchtlingsfarm in Nordirland und landen damit mitten in den irisch-britischen Unruhen. Das auf einer wahren Geschichte beruhende Drama wird von Wiener Kranzelbinder Gabriele Produktion gemeinsam mit der Nordirischen Powerscourt Pictures unter der Regie von Karey Kirkpatrick realisiert.

Vier fiktionale und 20 dokumentarische TV-Projekte erhalten Förderung in Höhe von 2.001.000 Euro.

20 dokumentarische TV-Projekte erhalten Förderung von insgesamt 601.000 Euro, an vier fiktionale Projekte gehen in Summe 1,4 Millionen Euro. Darunter befinden sich die Teile sechs und sieben der Krimireihe BLIND ERMITTELT, die unter der Regie von Katharina Mückstein entstehen werden. Diesmal ermittelt das Duo Alexander Haller und sein Assistent Niko in der Welt der Schausteller im Prater und rund um ein Foto der Kaiserin Sisi, auf dem ein Fluch zu liegen scheint. Die Dreharbeiten für die Koproduktionen der Wiener Mona Film und der Münchener Tivoli Film sind für den Sommer in Wien geplant.

Rückfragen & Kontakt:

Leon Ilsen, Presseverantwortlicher
+43 1 526 5088-11
ilsen@filmfonds-wien.at
http://www.filmfonds-wien.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.