Es braucht einerseits eine große Pensionsreform, je schneller desto besser. Andererseits können wir aus verhaltensökonomischer Sicht – und das IHS hat das großartig aufgezeigt – mit vielen kleineren Maßnahmen eine große Wirkung erzielen. Dazu wird es auch notwendig sein, dass sich vor allem unsere jungen Bürgerinnen und Bürger stärker mit den Möglichkeiten der Pensionsvorsorge insbesondere der zweiten und dritten Säule auseinandersetzen. Der Staat könnte dabei relativ einfach und
schnell Anreize schaffen.

Generalsekretärin Dr. Ingrid Nemec

Wien (OTS) Die Aktion Generationengerechtigkeit begrüßt zwar die Abschaffung der Hacklerregelung, steht der gleichzeitigen Einführung des „Frühstarterbonus“ jedoch verständnislos gegenüber und sieht das Vorhaben als Schritt in die völlig falsche Richtung. Die Initiative zeigt andere Optionen auf und legt Vorschläge für ein nachhaltiges und gerechteres Pensionssystem auf den Tisch.

Die von der Bundesregierung geplante Abschaffung der Hacklerregelung wäre die notwendige Korrektur eines Wahlzuckerls gewesen, das kurz vor der vergangenen Nationalratswahl beschlossen wurde. Doch die Umbenennung und Adaptierung in einen „Frühstarterbonus“ stellt nicht nur eine Aushebelung des Regelpensionsalters, sondern auch – in ohnehin schwierigen Zeiten – ein nicht nachvollziehbares Steuergeschenk dar, das kommende Generationen zahlen werden müssen. Hinzu kommt, dass die Regelung ohnehin nicht treffsicher ist und die eigentlichen „Hackler“, also Schwerarbeiter, prozentuell nur ein geringes Ausmaß bei der Inanspruchnahme ausmachen. Die Aktion Generationengerechtigkeit appelliert erneut daran, eine Reform des Pensionssystems einzuleiten und die österreichische Bevölkerung darauf vorzubereiten.

Um das österreichische Pensionssystem nachhaltig gestalten zu können, besteht viel Handlungsbedarf – gerade, wenn es darum geht, dass unsere heutige Jugend auch in Zukunft eine sichere Pension beziehen kann. Eine große Pensionsreform ist unumgänglich, aber man kann in der Zwischenzeit auch mit anderen Maßnahmen notwendige kleinere Anpassungen vornehmen.

Die Aktion Generationengerechtigkeit hat gemeinsam mit dem Institut für Höhere Studien (IHS) Vorschläge und konkrete Maßnahmen dazu erarbeitet, die am Tisch liegen. Dazu gehören unter anderem ein automatisches und ausgeweitetes Pensionssplitting, die Etablierung einer staatlichen Beratung über Vorsorgemöglichkeiten, eine automatische Erhöhung der Beiträge bei Gehaltserhöhungen oder die Einführung eines Ampelsystems bei der Darstellung des Pensionskorridors auf dem Pensionskonto. Generalsekretärin Dr. Ingrid Nemec ist überzeugt: „Es braucht einerseits eine große Pensionsreform, je schneller desto besser. Andererseits können wir aus verhaltensökonomischer Sicht – und das IHS hat das großartig aufgezeigt – mit vielen kleineren Maßnahmen eine große Wirkung erzielen. Dazu wird es auch notwendig sein, dass sich vor allem unsere jungen Bürgerinnen und Bürger stärker mit den Möglichkeiten der Pensionsvorsorge insbesondere der zweiten und dritten Säule auseinandersetzen. Der Staat könnte dabei relativ einfach und schnell Anreize schaffen.


Über Aktion Generationengerechtigkeit

Die Aktion Generationengerechtigkeit ist ein Verein, der sich für ein nachhaltiges, gerechtes und vor allem gesichertes Pensionssystem einsetzt. Zentrale Forderungen des Vereins sind:

  • Anhebung des gesetzlichen und des faktischen Pensionsantrittsalter für Männer und Frauen
  • Koppelung des Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung
  • Vereinheitlichung der Pensionssysteme bis 2032 statt bis 2040
  • Stärkung der zweiten und dritten Säule zur besseren Verteilung der Pensionslast
  • Aufgabe der Seniorität/Anciennität als Gestaltungsprinzip der Abgeltung für Arbeit

http://www.gerechte-pensionen.at/

Rückfragen & Kontakt:

Generalsekretärin Dr. Ingrid Nemec
Telefon: 0664 3083417
E-Mail: ingrid_nemec@outlook.com

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