Am Sonntag, 16. Februar, um 23.05 Uhr, ORF 2

Wien (OTS) Die beliebte „Tatort“-Kommissarin Adele Neuhauser blickt auf ein sehr bewegtes Leben zurück, in dem sich die Schauspielerei oftmals als große Hilfe erwiesen hat – zuletzt, als sie 2015 und 2016 in kurzer Zeit ihre Eltern und ihren geliebten Bruder verlor. Schon sehr jung machte Neuhauser prägende, traumatische Erfahrungen, die bis ins Erwachsenenalter sechs Selbstmordversuche zur Folge hatten. Die Schauspielerei wurde schon früh zu einer großen Leidenschaft und ihr Rettungsanker, durch alle Stürme des Lebens. Das neue, vom ORF koproduzierte Filmporträt von Birgit Deiterding begleitet die Künstlerin, Frau, Mutter und inzwischen Großmutter Adele Neuhauser auf eine Reise in ihre Welt – zu sehen im „dokFilm“ am Sonntag, dem 16. Februar 2020, um 23.05 Uhr in ORF 2. Davor, bereits um 20.15 Uhr, steht die 2016 produzierte „Tatort“-Folge „Wehrlos“ mit Neuhauser auf dem Programm, in dem es einen Fall um Mobbing und Psychoterror innerhalb des Polizeiapparats zu lösen gilt.

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Adele Neuhauser blickt auf ein turbulentes Leben zurück. Viele Höhen und Tiefen haben die beliebte Schauspielerin zu einer Persönlichkeit gemacht, die stets an ihren Herausforderungen gewachsen ist und heute u. a. als Wiener „Tatort“-Kommissarin Bibi Fellner regelmäßig Millionen TV-Zuschauerinnen und -Zuschauer begeistert.

Geboren 1959 in Athen, verbrachte sie dort vier unbeschwerte Jahre mit ihren Eltern und zwei Brüdern. Als sich ihr griechischer Vater und ihre österreichische Mutter entschieden, nach Wien zu ziehen, begann eine beruflich glücklose Zeit, die in einer tiefen Ehekrise der Eltern mündete. Als sich das Paar trennte und die Mutter mit einem der Brüder auszog, fühlte sich das neunjährige Mädchen für das Zerbrechen der Familie verantwortlich. Zwischen Selbstvorwürfen und Trauer rutschte Adele in eine schwere Depression, die bis ins Erwachsenenalter in sechs Selbstmordversuchen mündete.

Sie hatte erst wieder ein Ziel vor Augen, als sie sich mit 16 Jahren entschied, Schauspielerin zu werden. Weder ihre Eltern noch fehlendes Geld hielten Adele Neuhauser davon ab, ihren Traum mit allen Mitteln zu verfolgen. Die Ausbildung finanzierte sie sich durch Nebenjobs. Gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann Zoltan Paul bespielte sie verschiedene deutsche Bühnen, bevor das Paar nach Polling bei Weilheim in Bayern zog. Der gemeinsame Sohn Julian machte ihr Glück perfekt. Doch als Adele wieder auf die Bühnen zurückkehrte und immer erfolgreicher wurde, begannen auch in ihrer Beziehung die Eheprobleme. Nach 25 gemeinsamen Jahren trennte sich das Paar schließlich, als Julian 18 Jahre alt war.

Adele ließ Bayern nach 25 Jahren hinter sich und zog zurück nach Wien. Wieder war sie auf sich alleine gestellt. Doch auch jetzt gab ihr die Schauspielerei wieder Kraft. Und nicht nur das: Durch ihre Rolle als Julie Zirbner in der ORF-Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“ wurde sie in Österreich vom Bühnen- zum Fernsehstar. Als sie dann auch noch die Rolle der Bibi Fellner an der Seite von Harald Krassnitzer alias Moritz Eisner im ORF-„Tatort“ annahm, ging es mit ihrer Popularität auch über die Landesgrenzen hinaus noch einmal steil bergauf.

Doch es folgte ein weiterer Schicksalsschlag: Innerhalb eines Jahres starben Adeles Vater, ihre Mutter und ihr Bruder. Die Künstlerin fiel in ein tiefes emotionales Loch. Der Verlust ihrer geliebten Menschen hinterließ eine große Lücke. Halt fand sie in der Schauspielerei, durch Freunde und ihren Sohn Julian, zu dem sie ein sehr enges Vertrauensverhältnis hat. Heute steht die Schauspielerin nicht nur vor der Kamera, sondern auch mit Julians Band und einem gemeinsamen Programm auf der Bühne. Ihre Stärke hat sich Adele Neuhauser wieder zurückerkämpft.

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