Anlässlich des Tages der Arbeit ziehen die Österreichischen AIDS-Hilfen eine erfreuliche Bilanz zur im letzten Dezember lancierten Antidiskriminierungsinitiative #positivarbeiten.

Wien (OTS) Bereits 90 Dienstgeber*innen aus ganz Österreich haben die Deklaration für einen diskriminierungsfreien Umgang im Arbeitsleben unterzeichnet und unterstützen in einer bespiellosen Solidaritätsaktion die Initiative #positivarbeiten. Sie bekennen sich zur aktiven Förderung der Antidiskriminierung und zur Unterstützung HIV-positiver Mitarbeiterinnen. Seit dem Kick-off am 1.12.2020 sind rund 20 Unternehmen hinzugekommen wie zum Beispiel Avanade, BKS-Bank, Deloitte, Land Vorarlberg Abteilung Personal, PwC, der Psychosoziale Dienst Wien und viele verschiedene mehr. Alle zeichnenden Dienstgeber*innen finden Sie hier. All diesen Firmen möchten die AIDS-Hilfen Österreichs ihren Dank aussprechen.

Unternehmen können wirksam am Abbau von Vorurteilen beitragen

Obwohl Menschen mit HIV heute leben und arbeiten können wie alle anderen, gehört Diskriminierung für viele von ihnen leider noch immer zum Alltag – auch im Berufsleben. Unter dem Motto #positivarbeiten starteten die sieben AIDS-Hilfen Österreichs daher 2020 gemeinsam eine Initiative für Respekt und Selbstverständlichkeit im Arbeitsleben und zur Unterstützung HIV-positiver Mitarbeiter*innen. Die unterzeichnenden Dienstgeber*innen bekennen sich dazu, Benachteiligungen entgegenzuwirken und mit gutem Beispiel für ein respektvolles Miteinander einzutreten. Sie verpflichten sich aktiv gegen Diskriminierung einzuschreiten und vor allem dazu, das Thema HIV proaktiv anzupacken. Durch ihr Bekenntnis für einen diskriminierungsfreien Umgang im Arbeitsleben tragen die Unterzeichnenden maßgeblich dazu bei, dass sich sukzessive Vorurteile und Mythen rund um das Thema HIV abbauen können.

Das neue Aufklärungsworkshop-Angebot für Unterzeichnende vermittelt Wissen um HIV

Damit Aufklärung und Wissensvermittlung auch im firmeninternen Umfeld gut gelingen kann, bieten die AIDS-Hilfen Österreichs als nächsten Schritt ab 1. Mai neue Vorträge und Schulungen an, in denen die Gesichter der Kampagne aus ihrem Leben mit HIV berichten, gemeinsam Tools und Skills für einen respektvollen und selbstverständlichen Umgang im Arbeitsleben erarbeitet werden können und Faktenwissen zu HIV vermittelt wird. Erfahrungen aus dem Workshop-Bereich haben gezeigt, dass das Thema HIV für Unternehmen ein „Türöffner“-Thema sein kann und damit eine vertrauensvolle Basis geschaffen werden kann, um auch andere belastende Dinge im Arbeitszusammenhang zu thematisieren.

Michael Hofbauer, Gesicht von #positivarbeiten dazu: „Es freut mich besonders, wenn ich mit dem Erzählen meiner Geschichte anderen eine neue Perspektive schenken kann und dazu beitragen kann, das Tabu von HIV zu brechen“. Und weiter: Jeder Zeitungsartikel und TV-Beitrag, der über das Thema HIV erscheint, trägt dazu bei, dass sich das Bild der Toleranz und Akzeptanz in den Köpfen der Leute manifestiert. Wiltrut Stefanek, die offen mit ihrer HIV-Erkrankung lebt schildert: Die positiven Reaktionen und Gespräche bestärken mich immer wieder von neuen HIV meine Stimme in der Öffentlichkeit zu geben. Denn mein berufliches sowie privates Umfeld begegnet mir mit Respekt und Selbstverständlichkeit!Und Andreas Krenn, ebenfalls ein Gesicht der Initiative sagt: Seit der Fernsehsendung Anfang 2021werde ich in der Arbeit sehr oft angesprochen und alle reagieren durchwegs positiv. Ich bin sehr froh und dankbar darüber, dass die AIDS-Hilfen diese Initiative gestartet haben und besonders danke ich meiner Lebensgefährtin. Denn ohne sie wäre ich diesen Schritt nie gegangen und hätte nie erfahren, wie erleichternd es ist, wenn ich offen mit meiner HIV-Erkrankung umgehe.

Eine Initiative mit weitreichendem Potenzial

Die Liste der Unterzeichnenden wächst stetig. Auch international geht es weiter: Nach dem Start von #workingpositively in den USA, Kanada und der Tschechischen Republik, laufen gerade Gespräche mit mehreren weiteren Ländern.

Rückfragen & Kontakt:

Aids Hilfe Wien
Juliana Metyko-Papousek, Bakk.phil.
+43(0)1/59937-82 /
metyko@aids-hilfe-wien.at



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