Zahlreiche Betroffene bisher von Unterstützung ausgeschlossen – Land lenkt nun ein

St. Pölten (OTS) Die Arbeiterkammer Niederösterreich hat zuletzt aufgezeigt, dass zahlreiche Betroffene von der monatlichen Prämie für die Pflegeausbildung ausgeschlossen sind, wenn sie existenssichernde Leistungen erhalten. Nun hat das Land Niederösterreich reagiert und ab Oktober eine Förderung für diese Ein– oder UmsteigerInnen angekündigt. „Das ist ein erster Schritt. Weitere Maßnahmen im Pflegebereich müssen folgen, um mehr Menschen für diesen Beruf zu begeistern“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser.

Zahlreiche Betroffene hatten sich in den vergangenen Tagen bei der Arbeiterkammer Niederösterreich gemeldet, weil sie die als Anreiz gedachte monatliche Pflegeausbildungsprämie des Landes gar nicht erhalten. Das betrifft jene, die Umschulungsgeld, ein Fachkräftestipendium oder Arbeitslosengeld beziehen. Das Land hat nach der Kritik nun eingelenkt, als ersten Schritt sollen sie ab Oktober 420 Euro monatlich zusätzlich bekommen.

Um mehr Menschen für die Pflegeausbildung zu gewinnen, sind aber weitere Schritte notwendig. Die AK NÖ fordert ein existenzsicherndes Einstiegsgehalt von 1.700 Euro brutto während der Pflegeausbildung für alle, analog zu den PolizeischülerInnen. „Zudem braucht es niederschwellige Fortbildungsangebote für WiedereinstiegerInnen, tatsächliche Durchlässigkeit der Bildungswege, entsprechende Karrieremöglichkeiten, familienfreundliche Arbeitszeiten und verlässliche Dienstpläne und eine Erhöhung des Entgelts“, so Wieser abschließend.

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