Bis 2030 fehlen 76.000 Pflegekräfte – AK NÖ hat detailliertes Maßnahmenpaket

St. Pölten (OTS) „Bis zum Jahr 2030 fehlen österreichweit 76.000 Pflegekräfte. Der Pflegeberuf muss daher dringend attraktiver gemacht werden, sonst drohen erhebliche Auswirkungen“, so AK Niederösterreich Präsident und ÖGB Niederösterreich Vorsitzender Markus Wieser aus Anlass des Internationalen Tags der Pflege am Mittwoch. „Die Bezahlung, die Ausbildung und die Dienstpläne müssen so gestaltet werden, dass dieser wertvolle und notwendige Beruf auch genügend InteressentInnen findet“, betont Wieser.

„Wir reden nicht nur über die Pflege und die damit verbundenen Herausforderungen. Wir reden auch mit den Betroffenen“, so Wieser. Die AK Niederösterreich hat zum Beispiel in einer aktuellen Studie junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen, nach ihrem Interesse für Pflegeberufe befragt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur 17 Prozent der Befragten können sich in einem Pflegeberuf auf jeden Fall vorstellen. Ein Viertel hält es für möglich, in die Pflege zu gehen, wenn die Rahmenbedingungen verbessert werden. Es sind also erhebliche Verbesserungen notwendig, um mehr junge Menschen für diesen Beruf zu gewinnen.

„Stattdessen werden den Pflegenden jedoch immer neue Belastungen aufgebürdet und es ist zu befürchten, dass immer mehr Pflegekräfte erschöpft den Beruf an den Nagel hängen“, warnt Wieser. Die AK Niederösterreich hat diese verheerende Entwicklung immer wieder konsequent aufgezeigt und detaillierte Vorschläge bei den zuständigen Stellen eingebracht. Die wichtigsten notwendigen Maßnahmen sind:

O eine bessere Bezahlung – auch als Zeichen der Wertschätzung dieses Beruf

O mehr Personal und damit Entlastung bei den Dienstplänen

O ein besserer ArbeitnehmerInnenschutz

O die Bezahlung der SchülerInnen und Studierenden analog der Bezahlung von PolizeischülerInnen (im ersten Jahr mehr als EUR 1700 brutto).

„Es ist ‚5 vor 12‘. Ich appelliere dringend an den Gesundheits- und Sozialminister sowie an das Land NÖ, gemeinsam mit den Sozialpartnern und gesetzlichen Interessenvertretungen der Gesundheitsberufe nachhaltige Verbesserungen umzusetzen. Denn ein Intensivbett rettet keine Menschenleben – Menschen retten Menschenleben. Es braucht rasch Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten”, so Wieser.

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