Fortsetzung der bisher siebenteiligen TV-Reihe über das Wiener Wahrzeichen

Wien (OTS) Heute gilt der Wiener Stephansdom ganz selbstverständlich als eines der bedeutendsten Wahrzeichen Österreichs. Doch wie leicht hätte es anders kommen können? Damit befasst sich ein neuer, bereits achter Teil der ORF-III-Dokumentarreihe rund um den „Steffl“, der am Ostermontag, dem 5. April 2021, um 20.15 Uhr Premiere feiert. Der Film zeigt, dass der Wiederaufbau nach der Zerstörung im April 1945 keineswegs eine Selbstverständlichkeit war: Die gotische Statik war durch das Fehlen des abgebrannten Dachstuhls schwer aus dem Gleichgewicht. Ein halbes Jahr lang kämpfte der Bautrupp gegen den fortschreitenden Einsturz des Doms: Die beschädigten Innenpfeiler hielten dem Druck kaum mehr Stand und der Bauschutt im Kirchenschiff drohte in die Katakomben durchzubrechen. Beides hätte den Dom irreparabel beschädigen können. Außerdem hielt man es zunächst für ungebührlich, angesichts der vielen ausgebombten Wohnhäuser, ausgerechnet eine Kirche neu aufzubauen. Und zuletzt ging dem Dom das Geld aus. Nicht viel hätte gefehlt, und der Stephansdom wäre nicht wieder aufgebaut worden. Hätte der Dom so geendet wie die Dresdner Frauenkirche, die ein halbes Jahrhundert lang als Ruine ein Mahnmal gegen den Krieg darstellte? In der ORF-III-Neuproduktion „Akte Wiederaufbau – Das Drama um St. Stephan“ begibt sich Dombaumeister Wolfgang Zehetner auf die Spuren der Ereignisse. Mit ihm gemeinsam zeigen die beiden Regisseure Manfred Corrine und Wolfgang Niedermair, wie steinig der Weg zum neu errichteten Stephansdom wirklich war. Der Film ist eine Koproduktion von ORF III Kultur und Information und embfilm, gefördert von Filmfonds Wien, VAM und dem Land Tirol in Zusammenarbeit mit „Unser Stephansdom“ – Verein zur Erhaltung des Stephansdoms.

Ludwig: „‘Steffl‘ als Symbol für die Geschichte und Identität Wiens“

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig: „Der Stephansdom ist ein Wahrzeichen unserer Stadt und ganz Österreichs. Für die Wienerinnen und Wiener markiert er freilich nicht nur den historischen Mittelpunkt der Stadt, sondern ‚der Steffl‘ ist auch ein besonderes Symbol für die Geschichte und Identität Wiens. Für Generationen von Gläubigen ist und war der Stephansdom Ort der spirituellen Einkehr und Besinnung, in seinen Mauern haben sie Glaube und Hoffnung, Trost und Ruhe gefunden. Unsere Aufgabe ist es, auch den kommenden Generationen dies zu ermöglichen. Darum treten wir gemeinsam mit vollem Engagement für den Erhalt unseres ,Steffls‘ ein.“

Wrabetz: Doku „ein weiteres wichtiges Stück österreichischer Zeitgeschichte“

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Zum bereits achten Mal erkundet ORF III in seiner Dokureihe über den Wiener ‚Steffl‘ neue Aspekte des Wahrzeichens und rückt so dessen Bedeutung als identitätsstiftendes Kulturgut in den Mittelpunkt. Nach den ersten sieben Filmen – über Geschichte und Symbolik des Stephansdoms, seine berühmte Glocke: die Pummerin, über die zahlreichen Mysterien des Bauwerks, seine Bedeutung für die Habsburger, die Anfänge des Gotteshauses in der Zeit der Babenberger, über die Brandkatastrophe im April 1945 und die Instandsetzung der Riesenorgel – widmet sich die jüngste Produktion einem weiteren bedeutenden Kapitel des Wiederaufbaus“, sagt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz. „Seit Beginn der Corona-Krise hat der ORF sein mediales Religionsangebot verstärkt, um dem gesteigerten Bedürfnis der Menschen nach religiöser Erbauung und Ermutigung gerecht zu werden. Dazu zählen neben wöchentlichen Übertragungen von Gottesdiensten auch Programmschwerpunkte wie jener zu Ostern, der u. a. Neuproduktionen wie diesen Stephansdom-Film präsentiert. Ein weiteres wichtiges Stück österreichischer Zeitgeschichte“, so Wrabetz.

Geyer: „Faszinierende Geschichte des Wiederaufbaus“

Obmann des Vereins „Unser Stephansdom“, Dr. Günter Geyer: „Die Zerstörung des Stephansdoms in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs hat Österreich wortwörtlich mitten ins Herz getroffen. Aber nicht nur die Brandkatastrophe an sich, sondern vielmehr die faszinierende Geschichte seines Wiederaufbaus hat den Stephansdom schließlich zum identitätsstiftenden Symbol eines ganzen Landes gemacht. Vor diesem Hintergrund freue ich mich besonders auf die neue ORF-III-Dokumentation, die den vorangegangenen großartigen Produktionen um nichts nachstehen wird – davon bin ich überzeugt.“

Der sechsteilige Themenabend im Detail

Die TV-Premiere der Neuproduktion „Akte Wiederaufbau – Das Drama um St. Stephan“ erfolgt am Ostermontag, dem 5. April, im Rahmen eines Themenabends rund um Mythen und sakrale Bauten und ist Teil eines umfassenden ORF-III-Osterschwerpunkts. Den Themenabend am Ostermontag eröffnen bereits um 20.05 Uhr „Gedanken zum Stephansdom“ prominenter Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die ihre Eindrücke zum Wiener Wahrzeichnen schildern. Anschließend an die TV-Premiere von „Akte Wiederaufbau – Das Drama um St. Stephan“ (20.15 Uhr) blickt der „ORF III Themenmontag“ ein weiteres Mal auf die bewegte Historie des Doms zurück. In der Produktion „Brandakte Stephansdom – Rekonstruktion einer Katastrophe“ (21.05 Uhr) dokumentiert Regisseur Manfred Corrine die Verkettung jener widrigen Umstände, die in der Nacht vom 11. auf den 12. April 1945 zur beinahe völligen Zerstörung des Bauwerks beitrugen. Die anschließenden Dokus „Die Geheimnisse des Alten Rom“ (21.55 Uhr) und „Wo Löwen Aufzug fahren: Das Kolosseum in Rom“ (22.55 Uhr) befassen sich mit der Geschichte des alten Rom. Abschließend widmet sich der Film „Die heilige Lanze – Schicksalsspeer der Mächtigen“ (0.20 Uhr) dem bis heute andauernden Mythos, der das älteste Stück der Reichskleinodien der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches umgibt.

Nähere Details zum ORF-III-Osterprogramm sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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