In Bauteilen, in denen nur Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, schneidet Styropor am vorteilhaftesten ab.

Oberwaltersdorf/Wien (OTS) Seit Jahren wird über Nachhaltigkeit und Ökologie von Dämmstoffen äußerst kontroversiell diskutiert. Im Rahmen des BauZ! Kongresses für zukunftsfähiges Bauen auf der Bauen & Energie Messe Wien wurden heute eindeutige Ergebnisse präsentiert: In der vom ifeu-Institut und naturplus durchgeführten Studie* „Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“ wird belegt, dass in Bauteilen, in denen nur Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, Styropor am vorteilhaftesten abschneidet.

In dieser Untersuchung werden nahezu alle Dämmstoffe in verschiedenen Bauteilen aus ökologischer Sicht unter Einbezug des ganzen Lebensweges inklusive Verwertung miteinander verglichen. Darunter sind Dämmplatten aus mineralischen, synthetischen sowie nachwachsenden Rohstoffen (Mineralfaser, Mineralschaum, Schaumglas, EPS, XPS, PU, Holzfaser). Dr. Clemens Demacsek, Geschäftsführung der GPH merkt dazu an: „Die Ergebnisse dieser Studie sind für Styropor erfreulich, aber nicht überraschend. Allerdings würden sie in Österreich noch einmal besser ausfallen, da eine schwere weiße Fassadenplatte mit 23 kg/m³ berücksichtigt wurde, die es bei uns gar nicht gibt und selbst in Deutschland von untergeordneter Bedeutung ist. Bei einer weißen Standardplatte würde sich der Rohstoffeinsatz um 21 % reduzieren, bei einer grauen Platte gar um 37 %!“

Styropor ist aus ökonomischer, wie ökologischer Sicht die beste Dämmstoff-Lösung

Insbesondere bei der werkstofflichen Verwertung von Styropor-Abfällen aus Abbruch oder Rückbaumaßnahmen weist das Dämmmaterial ein Alleinstellungsmerkmal auf. Die derzeit errichtete Industrieanlage im Rahmen des Projektes PolyStyreneLoop** wird eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Styropor – ein echtes Recycling im Sinne von Cradle-to-Cradle (C2C) – in einem Jahr ermöglichen. Die dort angewendete Verfahrenstechnik basiert auf dem CreaSolvÒ-Verfahren, mit dem aus Styropor-Abfällen aus Abriss- oder Umbau­maßnahmen das Basismaterial Polystyrol wiedergewonnen werden kann. Gleichzeitig wird das im Bau-Styropor enthaltene Flammschutzmittel in Einzelstoffe zerlegt, die dann einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

„Bei der Wahl des richtigen Dämmstoffs spielt die Recyclingfähigkeit eine immer gewichtigere Rolle. Kein anderer Dämmstoff verfügt aktuell – neben dem mechanischen Recycling, der thermischen Verwertung und dem physikalischen Recycling – über so viele Verwertungs-Möglichkeiten wie Styropor. Styropor ist sowohl aus ökonomischer, wie ökologischer Sicht die beste Dämmstoff-Lösung“, freut sich Demacsek.

* Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen. Endbericht. ifeu, natureplus. Forschungsprojekt, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Heidelberg / Neckargemünd, 2019.

** PolyStyreneLoop ist eine Genossenschaft nach niederländischem Recht und entspringt einer Initiative der Styropor-Industrie, an der sich die GPH beteiligt hat. Die Zielsetzung liegt in der aktiven Förderung einer nachhaltigen Recycling-Organisation länderübergreifend in der EU.

PolyStyreneLoop: https://polystyreneloop.org/press

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Clemens Demacsek
GPH Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum
Brückenstraße 3, A-2522 Oberwaltersdorf
Tel.: 02253 / 7277, Fax: 02253 / 7277-4
E-Mail: gph@gph.at
Internet: www.styropor.at

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