Bis zum 30. Mai ist die dreiteilige Neon-Installation der Künstlerin in der U-Bahnstation zu sehen

Wien (OTS) Die österreichische Künstlerin Brigitte Kowanz beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Licht und Sprache. Für ihr singuläres Œuvre, das seit den 1980er-Jahren entsteht, sind Aspekte der Dematerialisierung des Kunstobjekts sowie die Visualisierung von Immaterialität, Flüchtigkeit und die Grenzenlosigkeit des Lichts von Bedeutung. Im Kern des Werkes mit hohem Signalcharakter steht die Frage, was Licht ist. „Light Is What We See“ ist die Antwort der Künstlerin – ein Leitsatz, der erstmalig im Zusammenhang mit einer Installation aus Alltagsgegenständen 1990 auftauchte. Er unterstreicht das Paradox, dass Licht alles sichtbar macht, dabei selbst im Normalfall aber unsichtbar bleibt.

Im Showroom am Karlsplatz zeigt die ALBERTINA MODERN die dreiteilige Neon-Installation Submerged Into a Continual Flux of Information (2019). Kowanz, die zuletzt den österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig bespielt hat, verweist mit den drei würfelförmigen Neonschriftarbeiten auf die immersive Qualität der Gegenwart als Infodemie, die vom Berliner Kultur- und Medienwissenschaftler Joseph Vogl einmal als Anhäufung von Archiven und Wissen ohne Erkenntniswert analysiert und problematisiert wurde. Die Künstlerin verwendet häufig Codes als ästhetisches Kommunikationsmittel und macht damit auch die kontinuierliche Bombardierung durch Datenströme und die Oberflächenfixierung auf Bildschirme sichtbar, mit denen nahezu jeder von uns alltäglich konfrontiert ist. Welche Konsequenzen der Verlust des Analogen in Zeiten der sozialen und digitalen Distanzierung auf die Gesellschaft langfristig hat, wird von Kowanz kubisch wie eine Gleichung dritten Grades in den Raum gestellt. Niemand kann die Zukunft prognostizieren, doch die künstlerische Erstellung einer Gegenwartsdiagnose ebnet einen Weg, der das Unvorhersehbare visionär begreift.

Brigitte Kowanz (geb. 1957) lebt und arbeitet in Wien.

Werke der Künstlerin werden in der Ausstellung The 80s. Anything Goes in der ALBERTINA MODERN, von 10. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022 zu sehen sein.

Die Installation Submerged Into a Continual Flux of Information ist im Showroom in der U-Bahnstation Karlsplatz – zwischen den Linien U1 und U2 – ausgestellt.

Artist Talk

Donnerstag, 27. Mai 2021 | 17.00 Uhr

Angela Stief, Chefkuratorin der ALBERTINA MODERN im Gespräch mit Brigitte Kowanz

via Facebook Live unter https://www.facebook.com/AlbertinaMuseum/

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S.Wulbrandt@albertina.at

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