Um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Ein DIN-A4-Zettel mit der Aufschrift „Hölle auf Erden“, der Frau S. beim Sportfest in Bad Waltersdorf wortlos überreicht wurde, hat das Redaktionsteam von „Am Schauplatz Gericht“ zum Titel der aktuellen Ausgabe inspiriert, die ORF 2 am Donnerstag, dem 15. Dezember 2016, um 21.05 Uhr zeigt. Ludwig Gantner, Gudrun Kampelmüller und Maria Zweckmayr haben drei Gerichtsprozesse dokumentiert, in denen sich nachbarschaftliches Zusammenleben wegen scheinbar nichtiger Anlässe zur „Hölle“ für alle Beteiligten entwickelt hat.

Die Lehrerin Frau S. hatte sich im steirischen Bad Waltersdorf ein Haus gekauft und sich kurz darauf mit ihrem Nachbarn zerstritten. Ihm war es nicht recht, dass sie einen Zaun zwischen den Grundstücken aufstellte. Er klagte sie wegen Besitzstörung. Frau S. wollte sich das von den Nachbarn nicht gefallen lassen und hat daraufhin „… nach deren Fehlern gesucht …“. Und sie entdeckte, dass die große Terrasse des Nachbarn 26 Zentimeter auf ihren Grund ragt. Sie erwirkte bei der Baubehörde einen Beseitigungsauftrag. Es geht zwar nur um ein paar Zentimeter, aber für den Verlierer wird die Sache sehr teuer werden. Und für einen Vergleich ist die wechselseitige Abneigung offenbar zu tief.

Herr S. aus Oberösterreich begann im Jahr 1994, sein Haus zu bauen. Seit damals streitet er mit dem Nachbarn, der ihn immer wieder bei diversen Behörden anzeigt. Unter anderem, weil Herr S. angeblich oft mit irrem Blick auf das Grundstück seines Nachbarn starren würde. Ein weiterer Beschwerdepunkt: Die Grenzmauer von Herrn S. soll vier Zentimeter auf den Nachbargrund ragen. Der Nachbar hat ihn auf Entfernung geklagt. Aber auch dem Bürgermeister von Regau sind die Bauarbeiten von Herrn S. ein Dorn im Auge. Der Streit ist inzwischen so eskaliert, dass die Landesregierung schlichtend eingreifen musste.

Für Frau T. hätte ein Streit mit den Nachbarn fast mit dem Verlust ihrer Gemeindewohnung in Wien-Meidling geendet. Sie hatte im Vorgarten abgelaufene Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Eine Nachbarin zeigte das bei Wiener Wohnen an und Frau T. bekam die Kündigung zugestellt. Das war vor einem Jahr und die Sache ging für sie vor Gericht gerade noch gut aus. Ein Jahr später gibt es denselben Konflikt mit umgekehrten Vorzeichen: Hat Frau T. ihrerseits eine Nachbarin bei Wiener Wohnen angezeigt, damit diese gekündigt wird?

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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