Wien (OTS/BMSGPK) „Die Covid-19-Pandemie stellt viele Menschen mit Trisomie 21 vor große Herausforderungen, da sie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf aufweisen. Darauf wurde daher auch bei der österreichischen Impfpriorisierung besondere Rücksicht genommen: Menschen mit Trisomie 21 erhalten die Impfung in der ersten Phase des Impfplans“, informiert Gesundheits- und Sozialminister Rudi Anschober anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tags am 21. März. ****

„Die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist in Zeiten der Pandemie und darüber hinaus ein besonderes Anliegen unseres Hauses. Im Zusammenhang mit der beruflichen Teilhabe ist es mir besonders wichtig, dass insbesondere auch Menschen mit Lernbehinderungen die Angebote des Sozialministeriumservice im gleichen Ausmaß wie alle anderen Behinderungsgruppen erhalten“, so der Sozialminister, der auch auf umfangreiche Fördermöglichkeiten seines Hauses für Menschen mit Trisomie 21 und deren Familien verweist.

Einfache Sprache bzw. Leichter-Lesen-Formate helfen Menschen mit Lernbehinderungen dabei, Texte zu verstehen oder Veranstaltungen folgen zu können. Das Sozialministerium achtet darauf, ausgewählte Inhalte auf der Ressort-Website sowie wichtige Publikationen und Zusammenfassungen von Protokollen auf diese Weise barrierefrei anzubieten. So wurden beispielsweise Leichter-Lesen-Versionen der UN-Behindertenrechtskonvention, des Nationalen Aktionsplans Behinderung 2012-2021 sowie der Studie zum Thema Gewalt an Menschen mit Behinderungen veröffentlicht.

Alle Angebote des Sozialministeriumservice zur Förderung der beruflichen Teilhabe – das sind alle Individual- sowie Projektförderungen wie beispielsweise Lohnförderungen, Berufliche Assistenzen (NEBA) sowie sonstige Unterstützungen – stehen Menschen mit Behinderungen, somit auch Menschen mit Trisomie 21 zur Verfügung.

Besonders für Jugendliche mit Behinderungen am Übergang von Schule, Ausbildung und Beruf wurde und wird das Angebot des Jugendcoachings erweitert. Damit wird, insbesondere auch im Sinne der Jugendlichen mit Trisomie 21, die Betreuungskette zum Einstieg in das Berufsleben um ein wichtiges Glied ausgebaut.

Ebenso wird im gesundheitlichen Bereich auf Menschen mit Down-Syndrom Bedacht genommen.

Fakten zum Down-Syndrom

Der 21. März als Datum des Welt-Down-Syndrom-Tags wurde bewusst gewählt: Denn bei Menschen mit Down-Syndrom ist das 21. Chromosom 3-fach vorhanden. Schätzungen zufolge leben in Österreich ca. 9.000 Menschen mit Down-Syndrom, das sind in etwa 0,1 % der Gesamtbevölkerung.

Weltweit wird etwa jedes 700. bis 800. Kind mit Trisomie 21 geboren. Die zufällige Abweichung von der klassischen Chromosomenzusammensetzung ist keine Krankheit, führt aber zu einer langsameren körperlichen Entwicklung und einer intellektuellen Behinderung bzw. Lernbehinderung.(schluss)

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