Energie sparen wird zum Gebot der Stunde

Salzburg/St. Wolfgang (OTS) „Die Kosten für das Grundbedürfnis Wohnen“ sind bedingt durch explodierende Bau- und Energiepreise nicht nur für private Haushalte, sondern auch für viele Gemeinnützige Bauvereinigungen (GBV) zu einer extremen Herausforderung geworden. Die besorgniserregenden Entwicklungen des Gas- und Strompreises werden bei den Betriebs- und Heizkosten zu gewaltigen Verwerfungen führen. „Der gemeinnützige Wohnbau ist in Österreich ein wichtiges Korrektiv, damit Wohnraum erschwinglich bleibt. Durch die Kostenexplosion des Gas- und Strompreises und der damit verbundenen rasant wachsenden Inflation rechnen wir mit markanten Folgen für die Liquidität der Haushalte“, informiert Christian Struber, Bundesobmann der ARGE Eigenheim und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV), heute beim Auftakt-Pressegespräch zu den „27. St. Wolfganger Tagen“ im Salzburger Presseclub. Er ist zudem überzeugt, „dass schon jetzt am massiven Energie sparen kein Weg mehr vorbei führt“.

Dramatische Entwicklung bei Betriebs- und Heizkosten

Hat die Branche der Gemeinnützigen Wohnungswirtschaft – mit ihren rund 1.000.000 in Verwaltung stehenden Wohnungen – bis Ende dieses Jahres beispielsweise einen Gaspreis um rund 2 Cent/kWh als Großkunde für ihre Gemeinschaftsanlagen bezogen und an die Bewohnerinnen und Bewohner weiterverrechnet, lag der Arbeitspreis letzte Woche bei über 31 Cent/kWh. Das entspricht einer Vervielfachung um den Faktor 15!

Wir versuchen einerseits unser Möglichstes hinsichtlich des Themas Heizungsoptimierung, vorgezogene Servicierung, Minderung der Vorlauftemperatur etc. Andererseits führen wir Gespräche mit EVUs, damit wir nicht als Großkunden geführt werden und zumindest jene Tarife erhalten, die derzeit mit Privatkunden vereinbart werden“, so DI Herwig Pernsteiner, Bundesobmann-Stv. Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen. Und appelliert an dieser Stelle ausdrücklich „Energie zu sparen“.

Viele Gemeinnützige Bauvereinigungen müssen in den nächsten Wochen und Monaten die Kontingente an elektrischer Energie und Gas, aber auch sonstigen Brennstoffen wie Pellets, als Großkunden für ihre Bewohnerinnen und Bewohner bei den EVUs vertraglich sichern und einkaufen. „Die Preise müssen dann in den jeweiligen Vorschreibungen der einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtigt werden“, warntHerwig Pernsteiner. Was das für Mieter einer 75m2 Wohnung bedeutet: nicht € 27 sondern rund € 260 pro Monat sind dann vorzuschreiben. „Dazu kommen noch die ebenfalls außerordentlich steigenden Betriebskosten. Eine Tragödie, die markante sozialpolitische Folgen haben wird! Zudem wird mit diesen vorzuschreibenden Beträgen die Liquidität vieler Haushalte (über)strapaziert“, rechnet Pernsteiner vor.

„St. Wolfganger Tage“ – Wichtige Tagung der gemeinnützigen Wohnbauträge

Die „27. St. Wolfganger Tage“ finden heuer wieder vom 7. bis 9. September am Wolfgangsee statt. Dabei treffen sich mehr als 200 Vertreter gemeinnütziger Bauträger aus ganz Österreich, um sich aus erster Hand über brandaktuelle Themen im sozialen Wohnbau zu informieren und mit hochkarätigen Experten zu diskutieren.

Das Programm umfasst 15 Beiträge von Fachleuten und Firmen zu Klimaresilienz, Führung und IT, Nachhaltiger Raumordnung und Standardisiertem Bauen. Der Freitag, 9.9., beinhaltet die Präsentation der Ergebnisse des Young Professionals-Workshops sowie Informationen zum Wohnrecht. Die zukünftigen Herausforderungen, besonders das Leerstandsthema, werden dabei ausführlich diskutiert.

Den politischen Schlussakzent setzt heuer Bundesministerin Mag.a Karoline Edtstadler mit ihrem Referat.

Über die ARGE Eigenheim

Die ARGE Eigenheim ist ein Zusammenschluss von rund 100 Wohnbauunternehmen in Österreich mit einem Verwaltungsbestand von über 400.000 Einheiten, rund 5000 Mitarbeitern und einem jährlichen Bauvolumen von mehr als einer Milliarde Euro.

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