Wien (OTS) Licht für die Welt fokussiert in Äthiopien, Burkina Faso und Mosambik auf Augengesundheit von Mädchen und Frauen. Denn mehr als die Hälfte aller sehbeeinträchtigten und blinden Menschen ist weiblich. Dank der Unterstützung des Sozialministeriums startet Licht für die Welt ein neues Programm.

Mit guter medizinischer Versorgung könnten weltweit vier von fünf Blindheitsfällen vermieden werden. 90 Prozent aller Fehlsichtigkeiten ließen sich korrigieren. Zwar hat Licht für die Welt durch stabile Partnerschaften mit Kliniken in Äthiopien, Burkina Faso und Mosambik die Augengesundheit deutlich verbessert, aber es zeigt sich, dass überwiegend Männer die Behandlung in Anspruch nehmen. In Beira, Mosambik, etwa wurden bisher nur 44 Prozent der Augenoperationen an weiblichen Patientinnen vorgenommen. Dabei leben mehr Frauen als Männer in Mosambik.

Systemische Benachteiligung von Frauen

Es sind vor allem soziale Gründe, warum Frauen seltener Behandlungen erhalten: Sie haben in den Familien weniger Einfluss und nicht die nötigen Mittel zu reisen. Ihre zumeist niedrige soziale Stellung reiht sie hinter die männlichen Familienmitglieder, auch wenn es um ihre Gesundheit geht. In allen drei afrikanischen Ländern ist die augenmedizinische Gesundheitsversorgung zudem immer noch unzureichend. In Burkina Faso kommen etwa 35 AugenärztInnen auf eine Bevölkerung von rund 20 Millionen Menschen. In Österreich gibt es zum Vergleich rund 1.000 AugenärztInnen für acht Millionen EinwohnerInnen.

Mehr Personal, mehr Fachwissen, mehr mobile Dienste

Dank der Unterstützung des Sozialministeriums ergreifen Licht für die Welt und die jeweiligen lokalen Augenkliniken gezielte Maßnahmen, um die Augengesundheit allgemein zu verbessern und den Gendergap zu verringern. Das Fachwissen des medizinischen Personals zu Augengesundheit von Mädchen und Frauen wird verbessert, wobei vor allem Frauen ausgebildet werden. Mehr und bessere augenmedizinische Versorgung wird angeboten, mit dem Ziel einen höheren Prozentsatz an Frauen und Mädchen zu erreichen. „Mit dem Projekt wollen wir auch die mobilen Dienste ausbauen, um Frauen und Mädchen in den ländlichen Regionen zu erreichen“, nennt Dr. Geoffrey Wabulembo, medizinischer Direktor von Licht für die Welt international, ein weiteres Ziel des Programmes. Die lokalen Gesundheitsstrukturen und Institutionen werden nachhaltig gestärkt.

Das Projekt „gendergerechte Augengesundheit für alle“ wird länderübergreifend in Burkina Faso, Äthiopien und Mosambik durchgeführt.

Sozialministerium unterstützt NGOs beim Stärken von Mädchen und Frauen

„Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem wichtigen Projekt einen entscheidenden Beitrag für Frauen und Mädchen im Gesundheitsbereich und somit für mehr Chancengleichheit leisten können. Wir wissen, dass eine systemische Benachteiligung von Frauen Hauptgrund dafür ist, dass sie seltener Behandlungen erhalten. Durch dieses Projekt im Bereich der Augengesundheit stärken wir gemeinsam mit Licht für die Welt Frauen und Mädchen in Bezug auf Teilhabe am Leben“, erklärt Bundesminister Wolfgang Mückstein. Sein Ressort stellt dieses Jahr erstmals insgesamt 10 Millionen Euro für Projekte und Vorhaben im europäischen und internationalen Kontext zur Bewältigung der gesundheitlichen und sozialen Folgen von COVID-19 zur Verfügung. „Damit leistet das Gesundheits- und Sozialministerium gemeinsam mit den geförderten NGOs einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der international vereinbarten Sustainable Development Goals, insbesondere in den Bereichen Armut, Gesundheit und Geschlechtergerechtigkeit“, betont Mückstein.

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