COVID-Investitionsprämie ermöglicht Bauernfamilien neue Perspektiven

Wien (OTS) Der Grüne Bericht ist ein jährlicher Spiegel der Einkommen heimischer Bauernfamilien. Trotz leichtem Plus bei den Einkommen und einer positiven Entwicklung einzelner Betriebssparten setzt sich eine stagnierende Entwicklung fort. “Das Ergebnis ist kein Grund für Freudensprünge. Dennoch sind trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen im Corona-Jahr 2020 die Einkommen weitgehend stabil”, so Bauernbund-Direktor Mag. Norbert Totschnig. Die Buchführungsdaten von 1.939 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben wurden für diese Ergebnisse herangezogen und können als Abbild der Einkommen Österreichischer Bauernfamilien gesehen werden.

Einkommen pro Betrieb gestiegen

“Positiv zu bewerten ist das leichte Plus beim durchschnittlichen Einkommen. Dies ist von 27.966 auf 28.368 Euro pro Betrieb gestiegen. Höhere Erntemengen im Getreidebau und gestiegene Preise bei Ölfrüchten sowie Mehrerlöse in der Milchwirtschaft, Schweinehaltung und im Obstbau haben das Ergebnis aufgewertet. Nicht zuletzt wirkten sich auch die COVID-19-Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung positiv auf die Einkommen aus. Gerade bei Wein, Schwein und Erdäpfeln haben die Maßnahmen starke Einkommensverluste abgefedert. Für viele Betriebe schafft auch die COVID-Investitionsprämie neue Perspektiven und Optimismus. Auf den Betrieben wird modernisiert und in den Klimaschutz investiert”, bilanziert der Bauernbund-Direktor. Was das Ergebnis minderte sind ein hoher Schadholzanteil und dadurch geringere Einschlagsmengen in der Forstwirtschaft, höhere Abschreibungen für Maschinen und Geräte sowie infolge von verstärkten Investitionen die von den Betrieben abgeführte Umsatzsteuer. In der tierischen Produktion haben außerdem steigende Kosten für die Tierhaltung und die Instandhaltung das Ergebnis minimiert.

Dauerauftrag: Ein fairer Anteil am Wertschöpfungskuchen

“Wir nehmen einen zunehmenden Preis- und Wettbewerbsdruck auf den nationalen wie globalen agrarischen Märkten wahr. Diese Entwicklung trifft alle Sparten. Wir werden deshalb die agrarischen Märkte und Lieferketten noch stärker in den Fokus nehmen. Hier muss an vielen Schrauben gedreht werden, damit den Bauernfamilien ein fairer Anteil an der Wertschöpfung gesichert werden kann. Möglichkeiten sehen wir hier beispielsweise in der zunehmenden Regionalisierung verbunden mit einer besseren Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln”, so Totschnig.

Totschnig: Einkommen für Bauern, Klimaschutz für alle

Einzelne Entwicklungen rund um den Green Deal der EU beurteilt Totschnig kritisch: “Ziel muss eine klimafreundlichere Produktion sein, die eine ausreichende Versorgung mit heimischen Lebensmitteln ermöglicht. Wenn ich mir jedoch die Stilllegungs-Fantasien und manch praxisferne Maßnahmen im Green Deal ansehe, werden wir weder das eine, noch das andere erreichen können. Deshalb setzen wir in Österreich auf eine ökosoziale Agrarpolitik, die mit nachhaltigen Bewirtschaftungsformen Einkommen für Bauernfamilien und Klimaschutz für alle ermöglicht.” (Schluss)

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