Wien (OTS/SK) Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, spricht sich anlässlich des Welttags für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28. April und des Tags der Arbeit am 1. Mai für menschenwürdige Arbeitsbedingungen aus. ****

Im letzten Jahr stand beim Thema „Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ besonders die Gefahr der Übertragung von COVID-19 im Vordergrund. „Einige Unternehmen haben hier vorbildlich agiert, viele andere haben gezeigt, dass ihnen die physische und psychische Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen egal ist“, kritisiert Bayr.

Ein Jahr Pandemie hat besonders die Arbeitssituation von Frauen dramatisch verschlechtert. Der Druck in der Arbeit nimmt weiter zu. Frauen mit Kindern haben vermehrt gesundheitliche Probleme entwickelt.

Auch in der globalen Textilindustrie arbeiten zu 80 Prozent Frauen. Viele hat das Ausbleiben von Aufträgen internationaler Marken in Existenznöte gestürzt. Diejenigen die ihren Job nicht verloren haben, mussten trotz Pandemie weiterhin in stickigen und überfüllten Fabriken ohne ausreichende Schutzmaßnahmen arbeiten.

Am 24. April wurde weltweit der Arbeiter*innen gedacht, die 2013 durch den Einsturz des Rana Plaza Gebäudes in Bangladesch ums Leben gekommen sind. Um solche Tragödien zukünftig zu verhindern, schlossen damals Gewerkschaften, Modemarken und Mitglieder der Zivilgesellschaft das rechtsverbindliche Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit (“Bangladesh Accord”) ab. Eine Vereinbarung, die Modemarken rechtlich dafür zur Verantwortung gezogen hat, ihre Fabriken sicher zu machen.

In fünf Wochen läuft die Frist für ein neues Übereinkommen, das dem Bangladesh Accord nachfolgen soll, aus. „Der Bangladesh Accord hat durch wichtige Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen eine echte Veränderung bewirkt. Die über zwei Millionen Bekleidungsarbeiter*innen in Bangladesch müssen weiterhin geschützt werden. Ich rufe die europäischen Modeunternehmen dazu auf, rasch ein neues Übereinkommen zu unterstützen“, appelliert Bayr.

Außerdem brauchen wir ein Lieferkettengesetz, das Unternehmen in die Pflicht nimmt, die menschen- und arbeitsrechtlichen sowie die ökologischen Zustände in ihren Lieferketten zu verbessern. Ich habe dazu gemeinsam mit Julia Herr im März 2021 zwei Anträge eingebracht und wir unterstützen die zivilgesellschaftliche Initiative ‚Menschenrechte brauchen Gesetze‘, die mit einer Petition die Regierung auffordert, hier endlich aktiv zu werden“, ruft Bayr zur Unterstützung der Petition auf.

Petition: www.menschenrechtebrauchengesetze.at (Schluss) up/mp

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