Indigene sind überdurchschnittlich von Armut betroffen

Wien (OTS/SK) „Obwohl nur 5 Prozent aller Menschen Indigene sind, stellen die Indigenen 15 Prozent aller Menschen in Armut“, bedauert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages der indigenen Völker am 9. August die besondere Verwundbarkeit der Indigenen. Vor zehn Jahren wurde im Rahmen der Vereinten Nationen die Deklaration zum Schutz der Rechte der indigenen Völker von der internationalen Staatengemeinschaft verabschiedet. „Die Deklaration zum Schutz der Rechte indigener Völker stellt einen Meilenstein dar, aber wir sehen, dass auch zehn Jahre nach deren Verabschiedung noch sehr viel zu tun ist“, mahnt Bayr und sieht auch Österreich in der Pflicht. Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zum Schutz der indigenen Völker sieht unter anderem vor, dass Indigene in Entscheidungsprozesse, die ihren Lebensraum betreffen, eingebunden sein müssen. Bisher haben nur 22 Länder, unter ihnen Dänemark und Honduras, die ILO-Konvention 169 ratifiziert. Bayr ruft die österreichische Bundesregierung auf, die Konvention endlich zu ratifizieren: „Es ist mir unverständlich, warum Österreich die ILO-Konvention 169 trotz gültiger Parlamentsbeschlüsse noch immer nicht umgesetzt hat.“ **** (Schluss) bj

 

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