Um die Lust am Lesen und die Begeisterung für Literatur zu wecken, bedarf es oftmals eines fachkundigen Heranführens an Bücher.

Wien (OTS) Mehrere Tausend Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die an den österreichweit über tausend öffentlichen Büchereien tätig sind, sehen es als eine ihrer Hauptaufgaben an, als Vermittler von Literatur im weitesten Sinne vor allem Kinder und Jugendliche anzusprechen und als langjährige Nutzerinnen und Nutzer zu gewinnen. Nicht zuletzt aufgrund der in der aktuellen PISA-Studie aufgezeigten Defizite im Bereich der Lesekompetenz unserer Schülerinnen und Schüler erweitert der Büchereiverband Österreichs ab 2017 seine Angebote im Bereich der Literaturvermittlung und startet eine breit angelegte Informationskampagne über den hohen gesellschaftlichen Wert von Büchereien.

Zur aktuellen Diskussion über die ausbaufähige Lesekompetenz österreichischer Schülerinnen und Schüler bemerkt der Vorstandsvorsitzende des Büchereiverbandes Österreichs Christian Jahl: „Gut ausgestattete öffentliche Bibliotheken und Büchereien sind ein unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Kultur- und Bildungslandschaft und leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Leseförderung.“

Der Büchereiverband Österreichs (BVÖ) veranstaltet 2017 zum 5. Mal das Kinder- und Jugendliteraturfestival „LESERstimmen – Der Preis der junge LeserInnen“ und bietet mehrsprachige Bücherpakete an

Seit Anfang Dezember können Büchereien wieder die von einer Expertenjury ausgewählten SchriftstellerInnen und Illustratorinnen für Lesungen und Workshops buchen. Unterstützt wird diese alle zwei Jahre vom Büchereiverband Österreichs durchgeführte Veranstaltungsreihe durch die Veranstaltungsförderung des Bundeskanzleramtes, die allen Öffentlichen Büchereien offen steht.

Im Anschluss an die einzelnen Veranstaltungen können die Kinder und Jugendlichen für eine Künstlerin oder einen Künstler ihre Stimme abgeben. Aus allen abgegebenen Stimmen wird die Preisträgerin / der Preisträger ermittelt und im Rahmen eines am 9. Juni 2017 stattfindenden Festakts im österreichischen Theatermuseum geehrt.

Zu dem Festival bemerkt der Geschäftsführer des Büchereiverbands Markus Feigl: „Lesungen und literarische Workshops für Kinder und Jugendliche in den Büchereien erwecken auch bei Kindern und Jugendlichen aus einem sozialen Umfeld, in dem Bücher keine oder nur eine marginale Rolle spielen, ein nachhaltiges Interesse am Lesen.“

Ein vielsprachiges Literaturangebot fördert die Lesekompetenz

In Kooperation mit ausländischen Botschaften und Kulturinstituten stellt der Büchereiverband Österreichs Büchereien in ganz Österreich unentgeltlich Kinder- und Jugendbücher in den jeweiligen Originalsprachen zur Verfügung. Den Auftakt machen sorgfältig ausgewählte ukrainische Bücher, die ab dieser Woche von jungen Leserinnen und Lesern ausgeliehen werden können.
Dazu Büchereiverband-Geschäftsführer Feigl: „Ein ansprechendes Angebot an fremdsprachiger Literatur ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit nichtdeutscher Muttersprache einerseits die kulturelle Identität aufrechtzuerhalten und andererseits wird dadurch die muttersprachliche Kompetenz gefördert, was wiederum einen direkten positiven Einfluss auf ein kompetentes Erlernen der deutschen Sprache hat.“

Die von einer Jury ausgewählten Künstlerinnen und Künstler für Leserstimmen 2017 finden sich auf:
http://www.leserstimmen.at/autorinnen

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Mag. Markus Feigl
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