Ausstellung zu Waldmüller und dem Wiener Biedermeier vom 12. Mai 2021 bis 27. Februar 2022 im Oberen Belvedere

Wien (OTS) Ist der Blick auf das Biedermeier wirklich ein Blick auf Bessere Zeiten? Die neue Sonderausstellung im Oberen Belvedere erzählt von der Zeit der Metternich’schen Restauration, der Stärkung des Bürgertums und seinem gleichzeitigen Rückzug aus politischer Teilhabe ins Private

Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere:Keine konventionelle, chronologische Abfolge erwartet das Publikum, sondern eine erzählerische Analyse der unterschiedlichen Facetten des Biedermeiers. Voraussetzung ist eine grundsätzlich neue Befragung der Bilder nach ihrer „Idee“ – dem, was hinter dem „schönen Schein“ steckt oder stecken könnte. Ziel ist es, die Bilder in die Gegenwart zu überführen und sie für ein heutiges Publikum zum Sprechen zu bringen.

Mit Bessere Zeiten? Waldmüller und das Wiener Biedermeier rückt das Belvedere einen Kernbereich seiner Sammlung ins Zentrum: Der Bestand des Museums an Werken jener Epoche, allen voran jenen von Ferdinand Georg Waldmüller, zählt zu den bedeutendsten weltweit. Erstmals seit Jahrzehnten findet damit im Oberen Belvedere wieder eine große Sonderausstellung statt, die sich über den gesamten zweiten Stock erstreckt.

Die Schau setzt sich mit der Kunst der Zeit vom Wiener Kongress 1814/15 bis zur Revolution von 1848 auseinander. Maßgebliche Motive der Epoche des Wiener Biedermeier – wie das Ideal der trauten Privatheit, die Entdeckung der Heimat, der zunehmende Einfluss des Bürgertums, die Repressionen der Monarchie und die zurückhaltende Darstellung sozialer Missstände – werden beleuchtet und kritisch hinterfragt.

Keine andere Epoche wird bis heute so sehr mit ‚heiler Welt‘ gleichgesetzt wie das Biedermeier: Die Bilder scheinen vor glücklichen Kindern, ‚trauten Heimen‘ und zufriedenem Leben auf dem Lande nur so zu strotzen. Doch gab es auch Schattenseiten, und die Maler und Malerinnen zeigten diese auch. Nur schlugen sie dabei leise Töne an, verwiesen auf Missstände, forderten die Betrachtenden zum Mitfühlen auf, klagten jedoch nie direkt an. Sozialer Protest im heutigen Sinne war ihre Sache nicht, so Kurator Rolf Johannsen zur Geisteshaltung der Zeit.

Das Wiener Biedermeier erwuchs aus den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Nicht mehr Hof, Adel und Kirche gaben in Kunst und Kultur den Ton an, sondern das Bürgertum mit seinen ganz eigenen Vorstellungen von Familie, Zuhause und Heimat – Vorstellungen, die zum Teil bis heute noch gültig sind.

Der bedeutendste Künstler der Zeit war unbestritten Ferdinand Georg Waldmüller. Das Belvedere stellt seine Sammlung von Gemälden Waldmüllers – weltweit die größte – in den Mittelpunkt der Schau. Daneben werden Arbeiten von Friedrich von Amerling, Rosalia Amon, Carl Blechen, Josef Danhauser, Thomas Ender, Peter Fendi, Caspar David Friedrich, Pauline Koudelka-Schmerling, Carl Schindler, Franz Steinfeld, Adalbert Stifter und zahlreichen anderen Künstler_innen gezeigt.

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