Verwendung der Volksgruppensprachen in Schule und Medien von zentraler Bedeutung

Wien (OTS) „Der Bildungsbereich spielt eine zentrale Rolle bei der Erhaltung der kulturellen und sprachlichen Vielfalt in Österreich. Die Volksgruppen müssen daher bei der Bildungsreform mehr Möglichkeiten zum Erlernen ihrer Sprache bekommen“, erklärte ÖVP-Volksgruppensprecher Abg. DI Nikolaus Berlakovich heute, Dienstag im Rahmen der Budgetdebatte im Nationalrat.

Die Vermittlung der Volksgruppensprache und die Möglichkeit, diese auch aktiv im alltäglichen Leben anzuwenden, sei von zentraler Bedeutung für die Existenz der Volksgruppen.

„Durch sich verändernde persönliche und berufliche Lebenssituationen, wohnen die österreichischen Volksgruppen nicht mehr nur in den autochthonen Gebieten“, so Berlakovich. Das Bildungsangebot in Volksgruppensprachen ist aktuell nur in den autochthonen Siedlungsgebieten der Volksgruppen im Burgenland und in Kärnten möglich. Es brauche daher neue Impulse, um den Volksgruppenangehörigen z.B. auch in Wien, diesen Zugang zu ermöglichen und ihre Sprache auf dem gesamten Bildungsweg – vom Kindergarten bis zur Universität zu erlernen und zu verwenden.

ÖVP-Abgeordneter Berlakovich forderte auch einen Ausbau der Presseförderung für Volksgruppen. Die Zeitungen Hrvatske Novine im Burgenland oder Novice in Kärnten benötigen für ihren zukünftigen Fortbestand dringend mehr finanzielle Mittel. Gerade der Einsatz von Volksgruppensprachen im medialen Bereich sei neben der Schule der zweite, immens wichtige Eckpfeiler einer lebendigen Volksgruppenkultur.

Berlakovich verwies in seiner Wortmeldung auch auf eine Studie der Europäischen Kommission, wonach 80 Prozent der europäischen Volksgruppen in ihrer Existenz gefährdet sind. Damit sei aber auch die europäische Kultur sowie die sprachliche und ethnische Vielfalt, die Europa als Lebensraum und Wirtschaftsraum spannend und attraktiv macht, gefährdet. „Es reicht daher nicht, dass sich nichts verschlechtert, die Situation der Volksgruppen muss verbessert werden“, forderte Berlakovich abschließend.
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