Hacker: Qualitativ hochwertige, präklinische Versorgung in Wien sichergestellt

Wien (OTS) Die Berufsrettung Wien erhält neue Fahrzeuge für Großschadenseinsätze mit mehreren Verletzten sowie schwierige Lagen. Insgesamt gehen vier neue Fahrzeuge der Sonder-Einsatz-Gruppe im August in den Dienst. Markant sind die beiden baugleichen Versorgungsbusse, die bei Großschadensfällen – also Einsätzen bei denen mit mehreren Verletzten und Erkrankten zu rechnen ist – alarmiert werden. Von der Konzeptionierung bis hin zur Fertigstellung der Großraumfahrzeuge wurde mehr als zwei Jahre intensiv gearbeitet. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus NotfallsanitäterInnen und Technikern hat die Busse neu entworfen und die Erfahrungen von bisherigen Großeinsätzen einfließen lassen.

„Die Einsatz-Teams der Berufsrettung Wien sorgen rund um die Uhr für die beste notfallmedizinische Versorgung der Wiener Bevölkerung. Auch dann, wenn es um die Versorgung einer großen Anzahl von Verletzen geht. Mit diesen Spezialfahrzeugen stellt die Stadt Wien auch weiterhin eine qualitativ hochwertige, präklinische Versorgung sicher“, so Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. “Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die jahrelange Erfahrung in der Abwicklung von Großschadens-Einsätzen in die Konzeption der Fahrzeuge mitgenommen und sie in allen Bereichen modernisiert und verbessert. Die Einsätze sind mit Wohnungsbränden, CO-Alarmierungen, Evakuierungen, Ambulanzdiensten, ABC-Einsätzen (atomar-biologisch-chemisch) oder Rettungen im schwierigen Gelände sehr vielfältig. Wir passen daher auch den Namen an – die Sonder-EinsatzGruppe löst den bisherigen K-Zug ab“, erklärt Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien.

Neuer Fahrzeugtyp mit mehr Platz und mehr Equipment

Von der Grundtype der Fahrzeuge wurden lediglich die Motoren, die Getriebe, die Achsen, sowie die Hydraulik verwendet. Der Rest wurde an die Bedürfnisse des notfallmedizinischen Einsatzbetriebes angepasst. Neu ist nicht nur das Äußere im Kachel-Design der Berufsrettung, sondern auch die Innenausstattung. Der PatientInnenraum wurde neu überarbeitet und vergrößert. Er wurde so konzipiert, dass mehr Bewegungsfreiheit geboten wird. Dadurch ist unter anderem ein ungestörteres Arbeiten an den PatientInnen gewährleistet. Um den zu behandelnden Personen vor allem in der kalten Jahreszeit eine Aufwärmmöglichkeit geben zu können, wurde ein neues Heizsystem erarbeitet. Die an der Decke installierten Infrarotheizpaneele sorgen ab sofort für ideale Temperaturen.

Durch mehr Platz im Innenraum konnte auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Ausrüstung erhöht werden. Für die Teams stehen unter anderem mehr Spineboards und Rettungsrucksäcke bereit. In jedem Fahrzeug sind ebenfalls zwei Versorgungszelte vorhanden, die bei Einsätzen mit einer großen Anzahl an Verletzten zum Einsatz kommen (z.B. wie in der Terrornacht). Das Thema Verkehrssicherheit hat in der Stadt Wien einen hohen Stellenwert und wurde bei der Neukonzeptionierung besonders berücksichtigt: Einerseits verfügen die Fahrzeuge über mehr Blaulicht, um besser sichtbar zu sein. Andererseits wurden die Versorgungs-Busse mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet. Die LenkerInnen werden durch den Assistenten zum Beispiel vor FußgeherInnen oder RadfahrerInnen gewarnt.

Neben den beiden Bussen werden im August zwei weitere Fahrzeuge in den Dienst gestellt. Ein Kommandofahrzeug für die Einsatzleitung, die bei einem Großschadensfall Dreh und Angelpunkt für wichtige Entscheidungen darstellt. Weiters erhält die Seiltechnik-Einsatzgruppe (STEG) ein neues Fahrzeug, welches den NotfallsanitäterInnen die Arbeit bei Notfällen in exponierten Lagen und unwegsamem Gelände erleichtern soll. Auch der neue Name „Sonder-Einsatz-Gruppe“ (SEG) war Bestandteil des Konzepts. In einer OnlineUmfrage konnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehreren Vorschlägen abstimmen. Der Katastrophenzug der Berufsrettung hat nach vielen Jahren ausgedient.

Hintergrundinfos zur Berufsrettung Wien: sie ist 24 Stunden pro Tag für Wienerinnen und Wiener verfügbar; 197.000 Ausfahrten im Vorjahr; 12 Rettungsstationen über die Stadt verteilt; fünf Standorte für Notarzt-Einsatz-Fahrzeuge; rund 720 Einsätze im Großschadensfall (Brände, CO-Alarm, Terroranschlag); rund 1.100 Notrufe in 24 Stunden, 100 Einsatzfahrzeuge, von Rettungstransportwagen (RTW) über Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) bis hin zu Bettenintensivtransporter (BIT)

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