Preisbandregelung muss verlängert und in Dauerrecht überführt werden

Wien (OTS) Die gestern im Parlament beschlossene Verlängerung der Biosimilars Preisregelung um weitere zwei Jahre ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, leider wurde gleichzeitig verabsäumt, auch die sogenannte Preisbandregelung für Generika zu verlängern. Durch das seit 2017 wirksame Preisband werden die Preise wirkstoffgleicher Medikamente auf maximal 30% über dem günstigsten Medikament abgesenkt. Das bedeutet reale Einsparungen für die Krankenversicherungsträger, bisher waren es 58 Mio EUR.

Preisband sorgt für nachhaltige Wettbewerbsbedingungen und planbare Rahmenbedingungen

Mit der ASVG Novelle 2017 wurden die Preisabschläge nach Markteintritt von Generika zwar von 60 Prozent auf 65 Prozent erhöht, gleichzeitig wurde aber durch Einführung des Preisbandes Raum für Preiswettbewerb erhalten. Durch die Einführung des sogenannten Preisbandes wurde festgelegt, dass ein Höchstpreis wirkstoffgleicher Arzneimittel von maximal 30 % über dem günstigsten bestehen darf. Produkte innerhalb des Preisbandes sind vor weiteren Zwangspreissenkungen auf das jeweils niedrigste Preisniveau geschützt. Das fördert den Wettbewerb und damit die Patientenversorgung. Da dieses Preisband mit einer zeitlichen Begrenzung eingeführt wurde, setzt sich der Österreichische Generikaverband (OeGV) für eine Entfristung dieser Regelung ein.

Von der Fortsetzung des Preisbands würden, wie schon bisher, alle profitieren: Die Patientinnen und Patienten hinsichtlich der Versorgungsicherheit, die Sozialversicherung in Hinblick auf Einsparungen und die Unternehmen durch planbare und stabile Rahmenbedingungen. „Ich bin sehr enttäuscht, dass man nun sehenden Auges Versorgungskrisen in wichtigen und gleichzeitig bereits sehr niedrigpreisigen Therapiebereichen riskiert“, so Wolfgang Andiel, Präsident des Österreichischen Generikaverbands. Als Beispiel nennt Andiel ein wichtiges Diabetes-Basistherapeutikum. Der Preis einer Monatspackung des Therapeutikums liegt bereits deutlich unter 2,00 EUR, der Wirkstoff kommt inzwischen zu über 80% aus Asien und drei von sieben Generika-Versorgern, die den Großteil der Patientinnen und Patienten versorgen, haben sich in den letzten 12 Monaten bereits aus dem Markt zurückgezogen. Österreich gilt als Billigland bei Arzneimittel. Bereits jede zweite Packung liegt preislich unter der Rezeptgebühr und wird von den Patientinnen und Patienten selbst bezahlt. Wenn man hier die Preisschraube weiter anzieht besteht die valide Gefahr, dass der Wirkstoff nicht mehr ausreichend für die Patientenversorgung zur Verfügung stehen könnte. „Ich appelliere dringend an die politisch Verantwortlichen, diese Situation nicht eintreten zu lassen“, Andiel abschließend.

Über den Österreichischen Generikaverband:

Der Österreichische Generikaverband ist ein Zusammenschluss von 10 Generika-Produzenten, die sich zur optimalen Versorgung der österreichischen Patientinnen und Patienten mit hochwertigen, preiswerten Arzneimitteln bekennen. Das Ziel des Verbands ist einerseits, die Öffentlichkeit über die Vorteile von Generika zu informieren und andererseits aktuelle gesundheitspolitische Debatten mitzugestalten. Für ein leistbares Gesundheitssystem und die Sicherung eines breiten Patientenzugangs zu hochwertigen Arzneimitteln.

Rückfragen & Kontakt:

Für den Österreichischen Generikaverband
Ute Stocker
Mail: ute.stocker@gaisberg.eu
Tel: +43664 88 44 64 26

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