Daseinsgewerkschaft younion: 30 Euro Lohn für Musiker*innen sind beschämend

Wien (OTS) Wie prekär die Arbeitsverhältnisse für Musikerinnen und Musiker in Österreich wirklich sind, hat sich am Wochenende wieder einmal auf beschämende Art und Weise beim Festakt zu „100 Jahre Burgenland“ gezeigt. 30 Euro Gage pro Musiker*in erachten die Veranstalter*innen demnach als faires Entgelt für die dargebotene Leistung. Legitimiert wird dies durch einen Ausbildungsplatz an den burgenländischen Bildungsstätten, die ja vom Land gesponsort seien. Das kritisiert die Hauptgruppe 8 in der Daseinsgewerkschaft younion.

Ausbildung bedeutet also eine (lebenslange?) Verpflichtung, sich weit unter einem lebensnotwendigen Gehalt für den Souverän zur Verfügung zu stellen? Und das obwohl die Bildungsstätten im Sommer prinzipiell geschlossen haben und es stark bezweifelt werden kann, ob bei diesem Festakt ein pädagogischer Mehrwert im Sinne eines Praktikums entstanden ist.

Während sämtliche Ferialpraktikant*innen ab dem 15. Lebensjahr laut Kollektivvertrag bezahlt werden – ganz ohne Ausbildung, versteht sich – bleiben die Musiker*innen sich selbst überlassen. Ohne Branchenkollektivvertrag für Orchester und zumeist sogar als Selbstständige ist es ein Leichtes für die Veranstalter*innen, das Einsparungspotential vollständig auszunützen.

Für die Sozialdemokratie im Burgendland auf den ersten Blick ein Schlag ins Gesicht, so ist das Thema dennoch kein regionales, sondern ein nationales, und es bleibt die Frage nach der versprochen Fair-Pay-Regelung des Bundes. Die Umsetzung von gerechter Abgeltung für Musiker*innen ist notwendiger denn je, da in der Post-Corona Zeit noch viele solcher Praktiken vermutet werden können.

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