Die Begründerin der Vienna Design Week bringt viele neuen Ideen und Konzepte ins Museum

Wien (OTS) Mit Lilli Hollein bekommt das Museum für angewandte Kunst (MAK) erstmals in seiner fast 160-jährigen Geschichte eine Direktorin. 1863 als k. k. Österreichisches Museums für Kunst und Industrie gegründet, stand die Idee im Zentrum, eine Vorbildersammlung für Künstler, Industrielle und Besucher zu präsentieren sowie eine Aus- und Weiterbildungsstätte vor allem für Handwerker zu gründen. Das wurde 4 Jahre später mit der k. k. Kunstgewerbeschule der heutigen Universität für angewandte Kunst umgesetzt. Und so schließt sich gewissermaßen der Kreis, hat doch Lilli Hollein an der Angewandten bei Paolo Piva Industrial Design studiert und mit ihrer Arbeit Variables Ausstellungssystem schon damals ihr Interesse für Präsentation, Ausstellungen und Museen verdeutlicht.

Schon während des Studiums arbeite sie als Journalistin etwa für „Der Standard“, als Architektur- und Designkritikerin für internationale Magazine sowie für die Kulturredaktion des ORF. „All ihre Beiträge waren davon gekennzeichnet, Design und Architektur nicht nur für ein Fachpublikum aufzubereiten, sondern vor allem die interessierten Laien zu begeistern. Die Vermittlung und der Wissenstransfer waren ihr auch bei ihren zahlreichen Vorträgen immer ein zentrales Anliegen. Ich bin schon sehr neugierig auf all ihre Ideen für das MAK“ charakterisiert die Kultursprecherin der Grünen, Eva Blimlinger, die neue Direktorin.

2007 gründete Lilli Hollein gemeinsam mit Tulga Beyerle, heute Direktorin des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg, und Thomas Geisler, heute Direktor des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Vienna Design Week, die Hollein seit 2014 als alleinige Geschäftsführer leitet. „Mit wenig Geld, großem Engagement, viel Selbstausbeutung und großartigen Ideen haben die drei den Grundstein für ein mittlerweile international etabliertes und hochgelobtes Festival gelegt. Mit dem Format Passionswege wurde zum Beispiel die ursprüngliche Idee des ehemaligen Kunstgewerbemuseums, Design mit Wiener Produktionsbetrieben zu verbinden, besonders gelungen umgesetzt“, so Blimlinger über die Expertise und die Erfolge Holleins.

Abschließend ist an dieser Stelle Christoph Thun-Hohenstein für seine 10-jährige erfolgreiche Direktionszeit zu danken.

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