Wien (OTS) Die Autorin zahlreicher Theaterstücke, Fernsehspiele und – serien, Liedtexte und Libretti, Lida Winiewicz, ist heute Nacht 92-jährig gestorben:

„Mit Lida Winiewicz verliert Österreich eine vielseitige und großartige Künstlerin – vom Gesang bis zur Übersetzung von Graham Grenn, vom Libretti bis zur TV-Serie – sie konnte wirklich alles. Lange bevor der Begriff spartenübergreifend aktuell wurde, praktizierte Lida Winiewicz diese künstlerische Zugangsweise ganz selbstverständlich. Besonders in Erinnerung ist mir die im ORF ausgestrahlte Serie ,Elternschule‘ mit Alfred Böhm, zu der sie das Drehbuch schrieb. Auch heute noch ein Boomer-Hit im Archiv des ORF“, verweist Blimlinger auf das umfassende Werk von Lida Winiewicz.

Die österreichische Schriftstellerin Lida Winiewicz war vor allem bekannt als Autorin zahlreicher Fernsehspiele und –serien wie z.B. „Der Fall Bohr“ (1965) mit Ernst Deutsch und Helmut Qualtinger, „Blaue Blüten“ (1970) mit Walter Schmidinger oder „Die Orgel“ (1984) mit Hans Christian Blech. Lida Winiewicz wurde am 17. März 1928 in Wien geboren, absolvierte ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und studierte überdies Englisch, Französisch und Italienisch.

Im Mittelpunkt steht aber sicherlich ihr schriftstellerische Tätigkeit und mit „Späte Gegend“ (1986) gelang ihr ein besonders lesenswerter sozialhistorisch fundierter popularbiografischer Roman. Wer mehr über Lida Winiewicz wissen will, dem ist ihr autobiografischer Roman „Der verlorene Ton“ empfohlen, der sich der Kindheit und Jugend eines, wie es im Nationalsozialismus hieß, „jüdisch versippten“ Mädchens widmet. 2019 erschien ihre autobiografische Rückschau „Achterbahn. Vom Schreiben leben“.

Sie wurde mit zahlreichen Preisen, so zum Beispiel dem renommierten Adolf-Grimme-Preis (1976), ausgezeichnet und erhielt zahlreiche Ehrungen, etwa das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien (2009) sowie 2017 den Preis der Stadt Wien. “Eine Ehrung durch die Republik Österreich stand kurz bevor, worüber sie sich sehr freute, diese aber nun leider nicht mehr an sie übergeben werden kann”, bedauert Blimlinger.

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