Einvernehmen zur langfristigen Planung zwischen BMF und BMBWF sowie der Universität Graz und der TU Graz hergestellt, Mietbeginn Anfang 2030, Platz für 3.400 Studierende

Wien (OTS) Megaprojekt GCP

Das Finanzministerium und das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung haben sich mit der Universität Graz sowie der Technischen Universität Graz (TU Graz) auf die finanziellen Eckpunkte für das Großbauprojekt “Graz Center of Physics” geeinigt. Damit kann die Planungsphase beginnen, geplanter Mietbeginn ist 2030. „Mit diesem Projekt schaffen wir einen Exzellenz-Cluster mitten in Graz, der sowohl wissenschaftliche als auch wirtschaftliche Synergieeffekte bringen wird. Selten hatten wir in den vergangenen Jahren eine derart lange Vorlaufzeit für Baurealisierungen im universitären Bereich. Allerdings ist das “Graz Center of Physics” von der Dimension her auch kein gewöhnliches Uni-Projekt. Der Bund trägt die Gesamterrichtungskosten in Höhe von 313 Millionen Euro, die über Mietzahlungen refinanziert werden sowie die Kosten für die Ausstattung in Höhe von 41 Millionen Euro“, so Finanzminister Gernot Blümel.

Auch der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zeigt sich mit dem Ergebnis der Verhandlungen sehr zufrieden: „Mit dem Graz Center of Physics wird nicht nur ein wichtiges Projekt für den Universitätsstandort, sondern auch den Forschungsstandort Steiermark auf den Weg gebracht. Es freut mich besonders, dass die Bundesregierung hier eine so beachtliche Summe für den Ausbau zur Verfügung stellt. Am neuen gemeinsamen Standort können die Karl-Franzens-Universität und die Technische Universität Graz Synergien künftig noch besser nutzen. Das verbessert die Möglichkeiten für Studierende sowie Lehrende und bietet neue Chancen in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Steiermark ist das Forschungsland Nummer 1 in Österreich. Mit dem Graz Center of Physics wird diese Position weiter gestärkt.“

Errichtung durch die BIG

Geplant ist, dass mit Anfang 2030 die Physikinstitute der Karl-Franzens-Universität Graz (Uni Graz) und der TU Graz an einem Standort in Graz zusammengelegt werden. Das „Graz Center of Physics“ wird unter der Bauherrschaft der BIG errichtet, die auch Eigentümer der Liegenschaft bleibt. Die Universität Graz und die TU Graz mieten sich ab 2029/2030 ein. Die Kosten für die Einrichtung in der Höhe von rund 41 Mio. Euro brutto werden zur Hälfte von den beiden Universitäten aus deren bestehenden Globalbudget und zur anderen Hälfte vom Bund bezahlt. Bildungs- und Forschungsminister Heinz Faßmann betont: „Das neue Zentrum für Physik ist ein Ausdruck der gelebten Partnerschaft der TU Graz und der Karl-Franzens-Universität. Es ist auch eine Reaktion des Bundes auf die ausgesprochen wissenschaftsfreundliche Haltung der steirischen Landesregierung, die viel in Wissenschaft und Forschung investiert.”

Bund trägt die langfristigen Miet- und Betriebsmehrkosten

Für die langfristig geplanten Mieten sowie Betriebskosten ab 2029 musste seitens des BMBWF bzw. der Universitäten das Einvernehmen mit dem BMF hergestellt werden. Gemeinsam mit den Universitäten und dem BMBWF wurde hier sehr langfristig geplant und der Mehrbedarf für Mieten und Betriebskosten für die Leistungsvereinbarungsperiode 2028-2030 vorgemerkt.

„Mit dem Graz Center of Physics entsteht dank des Zusammenwirkens von Bund, Land und Unis ein weiterer Leuchtturm für das Wissenschafts-und Forschungsland Steiermark. Die Bündelung aller Physik-Studien an einem Ort wird die Zusammenarbeit der beiden größten steirischen Universitäten weiter stärken. Darüber hinaus wird Graz als Standort für herausragende Forschung international noch sichtbarer“, so die steirische Wissenschafts- und Forschungslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Auf dem neuen Campus mit einer Bruttogrundfläche von knapp 50.000m² werden rund 3.400 Studierende Platz finden. Größenvorteile und Synergien werden damit erzielbar.

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