Parr: „Nun müssen den heutigen Ankündigungen schnell Taten folgen – gerade was Zeitplan und Finanzierung betrifft.“

Wien (OTS) In einem Gipfel im Bundeskanzleramt hat die Bundesregierung heute ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Engagements von gemeinnützigen Organisationen und des freiwilligen Engagements präsentiert.
„Als gemeinnützige und Freiwilligenorganisationen tragen wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und Freiwilligen maßgeblich zum sozialen Frieden und guten Miteinander in Österreich bei. Das haben wir abermals während der Pandemie sowie in der Ukrainehilfe und Nothilfe in der Teuerungswelle eindrucksvoll bewiesen. Mit dem heutigen Gipfel und dem präsentierten Paket wurde der Relevanz dieses Sektors seitens der Bundesregierung Rechnung getragen. Gleichzeitig blieb vieles heute noch unkonkret, gerade was Zeitplan und Finanzierung betrifft“, kommentiert Anna Parr, Generalsekretärin der Caritas Österreich.
Im Rahmen des heutigen Gipfels wurden seitens der Bundesregierung eine Reform des Freiwilligengesetztes, u.a. mit einer bundesweiten Servicestelle für Ehrenamt & Freiwilligenzentren in den Bundesländern und einer Aufwertung des freiwilligen Sozialjahres präsentiert. Weiters soll die Spendenabsetzbarkeit modernisiert, ausgeweitet und vereinfacht werden. Zusätzliche Mittel sollen für Rettungsdienste und Zivilschutzverbände zur Verfügung stehen.
Die Caritas begrüßt auch die Ankündigung des schon lange geforderten NPO-Energiekostenzuschusses. Parr: „Beim Energiekostenzuschuss für NPOs geht es jetzt um eine rasche Umsetzung. Denn die Teuerungswelle schlägt auch bei uns und anderen NPOs tagtäglich zu, bestehende Förderungen waren für sehr viele Organisationen nicht zugänglich.“ Damit sind gerade jene gemeinnützigen Organisationen, die fast ausschließlich von Spenden und freiwilliger Arbeit leben oder an bestehende oft mehrjährige, öffentliche nicht valorisierte Fördervereinbarungen gebunden sind, mit den stark gestiegenen Energiekosten nicht unterstützt. Parr: „NGOs tragen mit ihren vielen Pflegeangeboten, Schulen und anderen Angeboten ganz wesentlich zur Daseinsvorsorge bei. Hier braucht es schnell die heute angekündigte finanzielle Unterstützung seitens des Bundes. Aktuell gibt es keinen Handlungsspielraum, denn wenn wir etwa ein Senioren- und Pflegewohnheim führen, können wir nicht bei den Heizkosten einsparen – 19 Grad Raumtemperatur sind schlichtweg unmöglich. Auch die Tankrechnungen im Bereich mobiler Dienste sind stark angestiegen. Und wir können die Kosten auch nicht an unsere Klientinnen und Klienten weitergeben.“

Freiwillige in der Caritas
In der Caritas engagieren sich 47.000 Menschen freiwillig in Einrichtungen, Projekten und in den Pfarren. 40.000 Menschen unterstützen die Caritas zusätzlich über die digitale Involvierungsplattform füreinand‘ in niederschwelliger und kurzfristiger Form.

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