„Starker Pharmastandort ist wichtig für die Versorgungssicherheit“

Wien (OTS) In der konstituierenden Sitzung des Pharmausschusses im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) erfolgte heute die Wahl des Vorsitzes. Ilse Bartenstein, die bereits seit 2013 an der Spitze der Berufsgruppe steht, wurde in ihrer Funktion als Vorsitzende der Pharmaindustrie im FCIO bestätigt. Ebenso wiedergewählt wurden ihre Stellvertreter Philipp von Lattorff von Boehringer Ingelheim und Christian Thonke von Novartis. „Ich bedanke mich beim Ausschuss und bei den Mitgliedern für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam mit meinen Stellvertretern und dem Team des Fachverbands werde ich mich in den kommenden fünf Jahren tatkräftig für die Interessen der heimischen Pharmawirtschaft einsetzen“, so Bartenstein zu ihrer Wiederwahl.

Besonderes Anliegen ist Bartenstein die Versorgungssicherheit bei Medikamenten. „Eine gut funktionierende, starke Pharmaindustrie ist enorm wichtig für die Gesundheit der einzelnen Patienten, aber auch für unsere gesamte Gesellschaft. Die außergewöhnlich schnelle Erforschung von Impfstoffen bei COVID-19 hat uns das eindrücklich vor Augen geführt. Um die Handlungs- und Innovationsfähigkeit der Branche zu gewährleisten, brauchen wir stabile Rahmenbedingungen, die eine langfristige Planung ermöglichen. Dazu gehören faire Erstattungspreise bei Arzneimitteln ebenso wie die Überwindung von Lieferengpässen durch eine Erhöhung der Belastbarkeit von internationalen Lieferketten bei Medikamenten“, so die Vorsitzende des Pharmaausschusses.

Patentschutz und Investitionsförderungen für Standort entscheidend

Die Stärkung des heimischen Forschungs- und Produktionsstandorts ist für die Pharmaindustrie ein wichtiges Anliegen. Investitionsanreize ermöglichen ein stärkeres Engagement der Unternehmen in Österreich, was zu einer höheren Versorgungssicherheit, der Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und mehr Wertschöpfung führt. Wie erfolgreich solche Maßnahmen sind, zeigt beispielhaft der aktuelle Ausbau von Novartis und seiner Generika-Division Sandoz am Standort in Kundl in Tirol. Der global agierende Pharmakonzern investiert 100 Millionen Euro in die Produktion oralen Penicillins und erhöht damit die Bedeutung des heimischen Pharmastandorts im internationalen Wettbewerb. Auch für die Versorgungssicherheit ist dies ein wichtiger Beitrag, da die Erweiterung der Antibiotikaherstellung zu einer Reduktion der Abhängigkeit von Importen führen wird. Da dies auch im öffentlichen Interesse ist, hat die österreichische Bundesregierung zugesagt, den Ausbau mit öffentlichen Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro zu fördern.

Neben der wichtigen Unterstützung bei Investitionen ist Rechtssicherheit der zentrale Standortfaktor, für den sich die Berufsgruppe weiterhin einsetzen wird. Dies betrifft einerseits nationale Regelungen, weshalb die bewährten gesetzlichen Bestimmungen zum Preisband und der Erstattung für Biosimilars so rasch wie möglich ins Dauerrecht überführt werden müssen. Gleichzeitig gilt es auch auf EU-Ebene die richtigen Schwerpunkte bei der Ausgestaltung der Pharmastrategie zu setzen. Insbesondere muss der bestehende Patentschutz als zentraler Treiber für die Entwicklung neuer, effizienter Medikamente gegen schwere Krankheiten beibehalten werden, um die Innovationskraft der österreichischen und europäischen Pharmaindustrie zu erhalten.

Der Pharmabereich gehört mit einem Anteil von 15 Prozent und jährlichen Forschungsausgaben von 300 Millionen Euro zu einer der wichtigsten und innovativsten Branchen innerhalb der chemischen Industrie. Mit rund 15.000 Beschäftigten brachte die österreichische Pharmaindustrie im Jahr 2020 Waren im Wert von 2,2 Milliarden Euro auf den Weltmarkt.

Zur Person Ilse Bartenstein:

MMag. Dr.Ilse Bartenstein, MA ist seit 2013 Vorsitzende des Pharmaausschusses im Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO). Die promovierte Juristin ist seit 1986 Geschäftsführerin der G.L. Pharma GmbH und Bartenstein Holding GmbH. Bartenstein ist zudem Delegierte der Sparte Industrie im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Steiermark sowie Mitglied des Vorstands der Industriellenvereinigung Steiermark.

Rückfragen & Kontakt:

FCIO Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
Mag. Andreas Besenböck, MA
+43(0)5 90 900-3372
besenboeck@fcio.at
www.fcio.at

[ad_2]

Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.