60 Botschaften rufen bei der „menschenleeren Kundgebung” vor dem Bundeskanzleramt zur Rettung von Menschen aus Afghanistan auf.

Wien (OTS) Am heutigen Dienstag haben über Lautsprecher Menschen aus Politik, Zivilgesellschaft sowie Betroffene unter dem Motto “So sind wir nicht! – Die Menschen in Afghanistan brauchen unsere Hilfe“ ihre Botschaft der Bundesregierung zukommen lassen.

Heide Schmidt sagt zum Verhalten der Bundesregierung: „Der bisherige Standpunkt der österreichischen Bundesregierung ist selbstgefällig, unsolidarisch, menschenrechtswidrig, herzlos. Er ist eine Schande. Er lässt nicht nur Menschen im Stich, denen man helfen könnte. Er versucht auch, Unsolidarität zum österreichischen Standard zu machen.”

Christian Kern richtet der Bundesregierung aus: „Ich würde mir wünschen, dass diejenigen, die heute die Entscheidungen treffen, sich nur einmal mit der Frage konfrontieren, wie es ist, wenn man aus Verzweiflung einem Flugzeug hinterherläuft, sich an den Flügeln festkrallt und aus großer Höhe zu Tode stürzt. Ich würde mir wünschen, dass sich diejenigen, die die Entscheidungen zu treffen haben, nur einmal einen kurzen Moment lang die Frage stellen, wie es sich anfühlen muss, wenn eine Mutter oder ein Vater sein Kind einem fremden Soldaten übergibt, es nie mehr wieder sehen wird, in der Hoffnung, dass es doch irgendwie eine Existenz haben möge. Und wenn man glaubt, dass sich diese Ereignisse fern von Österreichs Grenzen abspielen, dann halte ich das für einen ganz großen Irrtum, weil diese Form der Politik und diese Form der Propaganda, die damit verbunden ist, die macht etwas mit unserer Gesellschaft. Sie spaltet sie, sie zerstört den Zusammenhalt und sie schürt die Konfrontation.“

Masomah Regl ist selbst Betroffene aus Afghanistan. “Alle Menschen, alle Afghanen, die hier in Österreich leben, sind verzweifelt, weil wir unseren Familien dort nicht helfen können.“

Federführend an dieser zivilen Aktion sind Martha Bißmann, Regina Kahry, Sabrina Dorn, Moritz Machthuber und Peter Zipper: „Wenn wir nicht zeigen, dass wir nicht so sind, dann wird uns das bald niemand mehr glauben.”

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