„Oster-Ruhe“ von 1. bis 6. April soll Infektionszahlen drücken, Intensivbetten schonen. Ludwig sieht in Maßnahme deutliches Zeichen, dass Situation ernst ist, Öffnungsschritte abgesagt.

Wien (OTS/RK) Oster-Ruhe statt Öffnungsschritte: In Wien und den Nachbar-Bundesländern Niederösterreich und Burgenland schließt der Handel von 1. bis 6. April, auch die Schulen wechseln wieder in das „Distance Learning“. Außerdem wird das Test-Angebot ausgeweitet, für Pendlerinnen und Pendler gelten strengere Regeln, ebenso beim Tragen der FFP2-Maske.

„Wir sind als Landeshauptleute bereit, Verantwortung zu übernehmen, auch in einer schwierigen Situation. Mit diesen Maßnahmen haben wir gemeinsam für die Ost-Region ein Paket geschnürt, das tiefgreifend ist und hoffentlich auch positive Auswirkungen auf die Zahl der Infektionen und die Belegung der Spitalsbetten hat. Wenn wir nicht sehr zeitnah Ergebnisse sehen, müssen wir Maßnahmen über die getroffenen hinaus ergreifen.“

Das hat Wiens Bürgermeister Michael Ludwig heute, Mittwoch, bei einem Mediengespräch nach den Gesprächen zwischen Gesundheitsministerium und den Landeshauptleuten von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland zu weiteren Corona-Maßnahmen betont.

„Wir sehen, dass die britische Mutation gravierende Auswirkungen hat“, sagte Ludwig. „Die britische Mutation verbreitet sich in anderen Alterskohorten, in anderen Gruppen der Gesellschaft als die Ursprungsvariante des Virus. Sie breitet sich häufig in den Schulen aus, am Arbeitsplatz und im privaten Umfeld“, sagte Ludwig. Wien sei erst vor wenigen Wochen als Bundesland bei der Corona-Ampel von Rot auf Orange geschalten worden, jetzt hätte sich die Situation binnen weniger Wochen geändert. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen brauche es daher jetzt eine „Osterruhe“ von Gründonnerstag bis Oster-Dienstag.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen und zunehmender Belastung der Intensivstationen in den Spitälern habe sich Bürgermeister Ludwig für ein konsequentes Handeln in allen drei Bundesländern der sogenannten Ost-Region eingesetzt, denn die drei Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland als Ost-Region sind eng verknüpft. Deshalb wäre ein einheitliches Vorgehen auch besonders wichtig gewesen, betonte der Stadtchef. Ausschlaggebend für die nun angekündigten Maßnahmen seien insbesondere auch die eindringlichen Warnungen der Expertinnen und Experten gewesen, die aktuell drastische Entwicklung deutlich aufgezeigt haben, sagte Ludwig.

Alle noch vor einigen Wochen angedachten Öffnungsschritte wie Schanigärten oder kontrollierte Treffen im Freien sind laut Ludwig bis auf weiteres abgesagt: „Wir müssen alle gemeinsam noch acht bis zehn Wochen durchstehen, bis ein größerer Teil der Bevölkerung durchgeimpft ist. Erst dann können wir überlegen, uns wieder in einem größeren Kreis zu treffen.“

Handel macht Oster-Pause, mehr PCR-Tests und strengere Masken-Regeln, „Distance Learning“ statt Unterricht in den Klassen nach Ostern

Um weitere Infektionen zu verhindern bleiben in der Ostregion Dienstleister und Handel – bis auf den Lebensmittelhandel – von 1. bis 6. April geschlossen. Außerdem gibt es eine Ausgangssperre über die Oster-Feiertage Künftig gilt auch eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen an Arbeitsstätten, wenn sich mehr als zwei Personen im Raum aufhalten, ebenso im Freien an stark frequentierten Orten. Am Arbeitsplatz soll das Home Office weiter forciert werden.

Wie bereits von Bürgermeister Ludwig angekündigt wird das Angebot von PCR-Tests ausgebaut, künftig soll zwei Mal die Woche in den Betrieben getestet werden. Pendler brauchen künftig auch zwei Tests pro Woche. Nach der „Osterruhe“ soll es dann auch Zugangstest zum Handel geben. Die Wiener Gurgel-Test für Betriebe, das Programm „Alles gurgelt!“, wird breit ausgerollt. Details dazu soll es noch am Freitag geben, so Ludwig.

Die Schülerinnen und Schüler sollen außerdem eine Woche später in die Klassen zurückkehren – sie bleiben nach den Feiertagen vom 5. bis 9. April im „Distance Learning“. Nach ihrer Rückkehr werden an den Schulen zudem PCR-Tests durchgeführt.

Alle Maßnahmen sollen gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium nach einer Woche evaluiert und überprüft werden.

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