Am Samstag und Sonntag in ORF 2, Ö1 und ORF.at

Wien (OTS) Am Wochenende steht der ORF kulturell im Zeichen von Richard Wagners Oper „Parsifal“: Ab morgen, Samstag, dem 17. April 2021, dreht sich alles um Kirill Serebrennikows mit Spannung erwartete Staatsopern-Neuinszenierung der mythischen Gralsgeschichte mit den Weltstars Jonas Kaufmann und Elīna Garanča. Zuerst sendet Ö1 am Samstag um 19.30 Uhr die am 11. April pandemiebedingt ohne Publikum aufgezeichnete, rund vierstündige Premiere unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Philippe Jordan. Um 22.00 Uhr bietet ORF 2 mit „Der Fall Parsifal“ eine 130-minütige werkbetrachtende Kompaktfassung mit den wichtigsten Szenen, Beiträgen und Interviews, die Einblick in das Monumentalwerk sowie in Richards Wagners Mythenkosmos geben. Die „matinee“ am Sonntag in ORF 2 porträtiert „Elīna Garanča – Die scheue Diva“ (9.05 Uhr), die ihr internationales Rollendebüt als Kundry gibt, und ihren „Parsifal“:
„Jonas Kaufmann: Ein Jahrhundert-Tenor“ (9.55 Uhr). Ab 16.00 Uhr präsentiert ORF.at schließlich die Gesamtaufnahme der Neuinszenierung in Ton und Bild, die danach noch sieben Tage lang via TVthek.ORF.at online abrufbar sein wird.

„Der Fall Parsifal“: Samstag, 17. April, 22.00 Uhr, ORF 2

Richard Wagners Bühnenweihfestspiel „Parsifal“ ist die zweite Eigenproduktion der neuen Staatsoperndirektion unter Bogdan Roščić und feierte – coronabedingt – erst nach Ostern ihre Premiere. Der ORF begleitet die aufwendige Neuproduktion in der Inszenierung des gefeierten russischen Opern- und Filmregisseurs Kirill Serebrennikow mit großer Ü-Wagen-Technik und zeigt Wagners letzte Oper zunächst in einer zweistündigen, werkbetrachtenden Kompaktversion. Ausgewählte Ausschnitte veranschaulichen die szenische und musikalische Umsetzung der Neuinszenierung. Gestaltete Beiträge zu den historischen Vorlagen, zu Entstehung und Wirkung von Wagners Werk, zur Interpretation durch Kirill Serebrennikow und vieles andere mehr erlauben einen umfassenden Einblick in die Welt von Parsifal und Co. Mit den Gesangsstars der neuen Produktion kommt ORF-Kulturjournalistin Teresa Vogl ins Gespräch:
In den Ausschnitten der Gesamtaufzeichnung unter der Bildregie von Michael Beyer beeindrucken neben Jonas Kaufmann und Elīna Garanča Staatsopern-Liebling Ludovic Tézier, der als Amfortas ebenfalls sein internationales Debüt gibt, weiters Georg Zeppenfeld als Gurnemanz und Wolfgang Koch in der Partie des Klingsor. Eine stumme, aber wichtige und hier neu eingeführte Figur verkörpert Nikolay Sidorenko als – dem gereiften Parsifal gegenübergestelltes – jugendliches Alter Ego.
Wie schon vorher mehrmals an anderen Häusern erprobt, erarbeitete der mit einem Ausreiseverbot belegte regimekritische Regisseur Kirill Serebrennikow seine Interpretation von Moskau aus und war online live mit dem Probengeschehen in Wien verbunden. Das Fernsehpublikum erwartet eine bildgewaltige, fesselnde Darstellung der Gralsgemeinschaft, die in einem französischen Gefängnis um ihre Erlösung ringt.

„matinee“: Sonntag, 18. April, ab 9.05 Uhr, ORF 2

Der von Clarissa Stadler präsentierte Kulturvormittag in ORF 2 widmet sich gänzlich den Stars den neuen „Parsifal“-Produktion.

„Elīna Garanča – Die scheue Diva“ (9.05 Uhr
Sie ist seit Langem eine der führenden Mezzosopranistinnen der Welt, die für ausverkaufte Opernhäuser sorgt. Die vergangenen Jahre haben den in Lettland geborenen Opernstar allerdings auf eine neue Ebene gehoben. Mehr denn je genießt Elīna Garanča die Blüte ihrer wunderbaren Stimme und erobert kraft ihrer Persönlichkeit das internationale Publikum stets aufs Neue. Aktuell zieht sie, erstmals als „Kundry“, an der Wiener Staatsoper die Register ihres Könnens. Die 2018 entstandene Dokumentation von Agita Cāne-Ķīle begleitet die Sängerin nach New York, wo sie Abschied von der Rolle des Octavian im „Rosenkavalier“ nimmt. In München bereitet sie sich auf die Titelrolle in Donizettis „La favorite“ vor und in Göttweig genießt sie auch die Momente des Schweigens während eines Konzerts im Rahmen des Festivals „Garanča and Friends“. Einen ganz privaten Einblick bietet der Film, wenn die „scheue Diva“ über ihr Leben zwischen ihrer Heimat Riga und ihrem Domizil in Málaga reflektiert.

„Jonas Kaufmann: Ein Jahrhundert-Tenor“ (9.55 Uhr)
Für das jüngste, 2017 entstandene Filmporträt des deutschen Startenors Jonas Kaufmann begleitete ihn der Filmemacher John Bridcut zwei Jahre lang zu Proben, Konzerten sowie Backstage, aber auch privat ins Kaffeehaus oder Fußballstadion. Kaufmann ist ein Star zum Angreifen: Seinen vielen Fans begegnet er so charmant wie seinen Bühnenpartnerinnen. Humorvoll geht er mit der Tatsache um, dass bei der „Last Night of the Proms“ auch das Werfen von Unterwäsche zu den mannigfaltigen Sympathiebekundungen zählt. Der Film bietet Einblick in das Leben eines reflektierten Künstlers von Weltrang – zwischen Gummibärchen in der Garderobe, Höchstleistungen im Opern- und Konzertbetrieb und Kaufmanns Begeisterung für seinen Lieblings-Fußballclub Bayern München.

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