Die durch ihre Plakataktion bekannt gewordene Ordensschwester aus Hall in Tirol spricht in sieben kurzen Videoclips über Herzenserwärmung, Würde, Angst, Gesetze und Hilfsbereitschaft.

Wien (OTS) Das Bild einer Ordensschwester aus Hall in Tirol, die aus Protest gegen die jüngsten Abschiebungen ein Transparent an ihrem Kloster angebracht hatte, sorgte Anfang Februar für viel Aufsehen in den sozialen Medien. Zahlreiche Ordensgemeinschaften haben sich der Aktion seither angeschlossen.

Initiatorin der spontanen Plakataktion war Schwester Notburga Maringele von den Tertiarschwestern des heiligen Franziskus in Hall in Tirol, die vor rund 40 Jahren in den Orden eingetreten ist. Die Initiative „Courage – Mut zur Menschlichkeit“ hat Schwester Notburga vor Ort besucht und zu einem ausführlichen Interview über die Beweggründe hinter ihrem Engagement gebeten.

Über die „Zerstörung im eigenen Herzen“

Das Ergebnis ist eine aus sieben Folgen bestehende Kurzvideo-Serie, in der die Ordensschwester auf dem Fundament ihrer christlichen Weltanschauung über die Abschiebung von Jugendlichen und die Elendslager an den EU-Außengrenzen spricht.

„Das hat auch fatale Folgen für uns. Augustinus hat einmal den Satz geprägt: So etwas Schlimmes kann ich meinem Nächsten gar nie antun, dass das schlimmer wäre als die Zerstörung, die ich dabei in meinem eigenen Herzen anrichte. So etwas Schlimmes kann Europa den Flüchtlingen gar nicht antun, dass das dann schlimmer wäre wie die Zerstörung, die sie in der eigenen Gesellschaft anrichten“, so die Ordensschwester.

„Dann kommt ein gesellschaftlicher Klimawandel“

„Wenn wir so handeln, dann kommt ein gesellschaftlicher Klimawandel. Und dann kommt nicht die Herzenserwärmung, sondern die Herzenserkaltung. Und wir müssen dann in dieser Gesellschaft leben. Und die nächste Generation auch. Und das sollten wir auch bedenken, wenn wir uns fragen, wie gehen wir um mit diesen Menschen“, erläutert Schwester Notburga in einem der Videos die Grundsätze ihres Handelns.

Die Ordensschwester spricht in der Video-Serie sehr offen, direkt und klar über existenzielle Themen wie Angst, Menschenwürde und Hilfsbereitschaft. „Es sollte eigentlich nur ein kurzes Video werden, aber die Worte von Schwester Notburga haben uns so beeindruckt, dass wir gar nicht anders konnten, als eine ganze Serie daraus zu machen – so ist letztlich eine kleine ,MasterClass der Menschlichkeit‘ daraus geworden“, so Katharina Stemberger, die Gründerin der Initiative „Courage – Mut zur Menschlichkeit“, die sich seit September vergangenen Jahres für die Rettung von Menschen aus den griechischen Lagern einsetzt.

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie das inzwischen landesweit bekannte Plakat entstanden ist, wer das populäre Foto davon gemacht hat, warum ein Zitat von Bundespräsident Van der Bellen dafür ausgewählt wurde und was uns Schwester Notburga sonst noch zu sagen hat, kann die Video-Serie unter folgenden Kanälen abrufen:

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Das Interview führten Katharina Stemberger und Stefan A. Sengl, die Filmaufnahmen stammen von Tijl Bex und für den Schnitt zeichnete Esther Fischer verantwortlich.

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Stefan A. Sengl
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