Neue Impfstoffe stehen bereit oder sind in Kürze zu erwarten

Wien (OTS) Forschung und Entwicklung in Sachen COVID-19 gehen weiter. Die ersten Totimpfstoffe wurden ausgeliefert und verimpft, die ersten Variantenimpfstoffe zugelassen. Um bestmöglich für den Herbst vorbereitet zu sein, ist es wichtig, die Immunität in der Bevölkerung wieder zu erhöhen. Das Nationale Impfgremium (NIG) hat daher seine Impfempfehlungen überarbeitet und empfiehlt eine vierte COVID-19-Impfung nun für alle ab dem 12. Lebensjahr unter Einhaltung der entsprechenden Impfabstände. Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) unterstützt diese Vorgangsweise. Das klinische Entwicklungsprogramm der Impfstoffhersteller läuft währenddessen weiter, um die Impfstoffe noch weiter zu verbessern.

Schulstart und kühle Jahreszeit erhöhen Infektionsgefahr

Im Osten Österreichs startet die Schule bereits wieder, eine Woche später der Westen. Damit erhöht sich die Gefahr, dass sich Kinder und Jugendliche mit dem SARS-CoV2-Virus infizieren und das Virus in der Familie weitertragen. Rechtzeitig zum Schulstart empfiehlt daher das Nationale Impfgremium für alle Kinder und Jugendlichen ab fünf Jahren den dritten Stich, sofern der zweite mindestens sechs Monate zurückliegt.[1] Die Präsidentin des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH), Mag.a Renée Gallo-Daniel betont: „Mittlerweile sind viele Millionen Kinder gegen COVID-19 geimpft worden und wir wissen, dass die Impfstoffe gerade auch bei Kindern sehr wirksam und gut verträglich sind. Mit der dritten Impfung wird der Schutz nun noch einmal erhöht.

Vierter Stich ab 12 Jahren

Expert*innen erläutern bereits seit längerem den Zusammenhang zwischen der Immunität in der Bevölkerung und der Höhe der Infektionswellen. Das NIG hält in seinen Ausführungen ebenfalls fest, dass im Herbst und Winter weitere Infektionswellen zu erwarten sind, die auch der abnehmenden Immunität in der Bevölkerung geschuldet seien. Um dem entgegenzuwirken, spricht sich das NIG nun für eine vierte Impfung für alle ab 12 Jahren aus, wenn die dritte Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt. Für Personen ab 60 Jahren oder Risikopersonen kann der Abstand auch nur vier Monate betragen. Wichtig: Wenn die dritte Impfung wesentlich länger als sechs Monate zurückliegt, spielt das für die Wirkung der Auffrischungsimpfung keine Rolle![1]

Mag.a Sigrid Haslinger, Vizepräsidentin des ÖVIH erläutert: „Auch wenn man sich durch die vierte Impfung nur teilweise vor Ansteckung mit SARS-CoV2 schützen kann, so kann dadurch doch ein sehr hoher Schutz vor schwerem Verlauf, Krankenhausaufenthalt und Tod erreicht werden. Das allein sollte ein Grund für jede und jeden sein, sich ein weiteres Mal impfen zu lassen.“ Gleichzeitig sei es wichtig, auch die Krankenhäuser vor Überlastung zu schützen, ganz besonders jetzt, in Zeiten des Pflegenotstands und einer möglicherweise bevorstehenden Influenza-Welle, betont sie.

Durchgemachte Infektionen haben keinen Einfluss auf das Impfschema

Seit den Omikron-Varianten hat sich auch gezeigt, dass eine durchgemachte Infektion mit einer Variante nicht automatisch zu einer Immunität gegenüber einer anderen Variante führt. Infektionen ersetzen die Impfung daher nicht. Das NIG empfiehlt, das Impfschema unabhängig von stattgefundenen Infektionen durchzuführen. Es ist sogar möglich, unmittelbar nach der Genesung (negativer PCR-Test) eine Impfung durchzuführen.[1] Haslinger: „Viele glauben immer noch, dass eine Infektion sie vor einer weiteren Infektion schützt. Hier müssen wir gerade jetzt zum Herbstbeginn unbedingt mehr Aufklärung leisten.

Totimpfstoff verfügbar – erste Variantenimpfstoffe zugelassen

Für jene, die bisher zögerlich waren, sich impfen zu lassen, steht nun auch erstmals eine weitere Option zur Verfügung. Beim Impfstoff von Valneva handelt es sich um einen inaktivierten und adjuvantierten Ganzvirusimpfstoff. Er kann als Impfstoff zur Grundimmunisierung von Erwachsenen im Alter von 18 bis 50 Jahren gewählt verwendet werden. „Damit gibt es eine weitere Wahlmöglichkeit für Menschen, die noch nicht geimpft sind“, berichtet Dr. Christoph Jandl, Generalsekretär des ÖVIH. Der Impfstoff ist derzeit nicht als Booster zugelassen. Erste positive Booster-Daten liegen vor, weitere Studien zur Verwendung als Booster laufen derzeit.[2]

Am 1. September wurden die ersten Omikron-Variantenimpfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna zugelassen. Die beiden bivalenten mRNA-Impfstoffe enthalten sowohl die Bauanleitung für die ursprüngliche Wuhan-Variante (Wildtyp) als auch jene gegen eine Omikron-Variante. Entsprechende Anwendungsempfehlungen des NIG sind in nächster Zeit zu erwarten. Die Impfstoffe werden in den nächsten Tagen geliefert. „Als impfstoffherstellende Industrie forschen und arbeiten wir selbstverständlich trotz aller Erfolge weiter, um in den nächsten Monaten und Jahren noch weitere Variantenimpfstoffe sowie noch effizientere Impfstoffe zum Schutz vor COVID-19 zur Verfügung stellen zu können. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der COVID-19 Pandemie“, betont ÖVIH-Präsidentin Gallo-Daniel. Parallel gehe auch die Forschung für viele andere impfpräventable Erkrankungen weiter.


[1] BMSGPK, COVID-19-Impfungen: Herbst 2022, Version 1.0, 31.8.2022

[2] https://valneva.com/press-release/valneva-reports-further-positive-phase-3-immunogenicity-and-the-first-heterologous-booster-results-for-its-inactivated-adjuvanted-covid-19-vaccine-vla2001/?lang=de

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