Wurde am 25. 11. wieder eröffnet Nach Renovierung und Neuaufstellung Sonderausstellung ZU BESUCH BEI ERICH FRIED

Wien (OTS) Dauerausstellung Themenschwerpunkte (zB Eisenbahn, Komponisten, Alltag, Druckereien, Porzellan, etc)

Bezirksbibliothek
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Erich Fried-Memorial
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Erinnerungsbunker / Befreiungsmuseum Wien
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Sparefroh-Haus

Bezirksmuseum Alsergrund
Seit 1957
Seit 2015 ALSEUM
Währinger Straße 43 1090 Wien

Das Bezirksmuseum Alsergrund war jetzt wegen Umbau und Neuaufstellung 2 Jahre geschlossen. In dieser Zeit wurde eine Generalsanierung durchgeführt – das heißt: neue Böden, neue Decken, neue Elektrik, Beleuchtung, kurz: das ganze Programm.

Mag. Matthias Bechtle ist der architektonische Geist hinter der Umsetzung. Sein und unser Gedanke war, ein helles und offenes, freundliches und umfassend informierendes Bezirksmuseum zu präsentieren. In verschiedenen Themenbereichen (zB Schule und Bildung, Verkehr/Eisenbahn usw, Feuerwehr, Militärisches etc) ist die Sammlung nun in hunderten Objekten vertreten.

Der Museumsverein Alsergrund (Präsidentin Bezirksvorsteherin Malyar), die ARGE Bezirksmuseen (Präsident Spitznagel) und die Magistrate der Stadt Wien waren maßgeblich an der Neugestaltung beteiligt – ganz besonders natürlich das Team des Bezirksmuseums Alsergrund.

Als Eröffnungs-Sonderausstellung ist die Wahl sehr bewusst auf Erich Fried gefallen. Der Poet wurde mit einem Kindertransport gerade noch aus Wien herausgebracht, ehe die Grenzen im Zweiten Weltkrieg schlossen. Wir wollen mit seinem Schicksal an die Not aller Asylanten erinnern. Kuratiert wurde diese Ausstellung von der 8C-Klasse des Erich Fried-Realgymnasiums (Alsergrund).

Öffnungszeiten:
Mi 11:00-13:00 Uhr; 15:00-17:00 Uhr
(Archiv und Schauräume)
So 10:00-12:00 Uhr
(Schauräume)

In den Ferien geschlossen
FÜHRUNGEN ANMELDEN

Kontakt Befreiungsmuseum Wien
Mag. Lagureva: +43 699 1967 03 32

Die 8A-Klasse des Erich Fried-Realgymnasiums hat die Sonderausstellung „Zu Besuch bei Erich Fried“ kuratiert und freut sich, diese nun präsentieren zu dürfen.

Schon am 6. Mai 1938, seinem siebzehnten Geburtstag, hatte Erich Fried seine Schule verlassen müssen, weil er Jude war. Vom Fenster seiner Wohnung aus beobachtete er, wie ein Jude von einem Uniformierten erschlagen wurde, verfolgte er Plünderungen umliegender Geschäfte; er beobachtete Straßen waschende Juden und teilte selbst einmal beinahe ihr Schicksal. In London lebend, wurde er zu einem beliebten deutschsprachigen Lyriker.

Im Jahr 2015 starb Catherine Fried, die Witwe Erichs. Da sie und ihre Kinder zum Bezirksmuseum 9 Vertrauen gefasst haben, bot man uns ALLE ERINNERUNGSSTÜCKE Erich Frieds als Übereignung bzw. Dauerleihgabe an, um diese im ALSEUM auszustellen.Es handelt sich dabei um Gemälde, Fotos (unbearbeitete Sammlung), Kunstwerke Catherines und Erichs, persönliche Gegenstände – ein ergänzender Teil unserer bisherigen Sammlung und eine besondere Gelegenheit. Unter anderem auch jene Schauladen, die Erich nach seinem Besuch in Auschwitz mit Funden und Erinnerungen füllte.Um diese Gegenstände aus London nach Wien zu bekommen, mussten wir einen Transport organisieren.

Da das Bezirksmuseum gerade umgebaut wurde, ergab sich die großartige Möglichkeit, im November (Todestag Frieds) mit einer noch nie gesehenen Fried-Ausstellung das Bezirksmuseum 9 / ALSEUM würdig zu eröffnen. Außerdem wird damit ein dauerhafter Ort der Erinnerung und der Bezirksgeschichte geschaffen.

Die nunmehrige Abrundung und Vervollständigung der Gedenkstätte mit dem Nach-Nachlass aus dem Friedschen Familienbesitz macht das Erich Fried-Memorial zur bedeutendsten Sammelstätte nach dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek zu diesem Thema.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. W. Urbanek
Tel.: 0676 611 9232
mail.: bezirksmuseum@gmx.at
www.bezirksmuseum.at
www.alseum.at
www.befreiungsmuseumwien.at/



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