Kassendefizite sind von der Politik hausgemacht

Sankt Pölten (OTS) „Vor einigen Wochen haben wir noch Loblieder vernommen, wie gut die Krankenkassen in Österreich wirtschaften. Und nun lesen wir, dass heuer doch ein Minus erwirtschaftet werden wird“, wundert sich MR Dr. Herbert Machacek, Allgemeinmediziner und Abgeordneter im Landtag (Liste Frank). Das wirft aus seiner Sicht einige Fragen auf: „Jedes Unternehmen kann heutzutage eine seriöse Gewinnerwartung rechtzeitig erstellen. Wie ist das möglich? Können die Kassen nicht richtig budgetieren?“

Dr. Machacek ärgert sich auch, dass die Kasse mal wieder die Schuld bei den Anderen sucht. „Dass unter anderem die ärztlichen Honorare an dieser Entwicklung schuld seien ist eine Ausrede, es hat in dieser Zeit keine Honorarerhöhung gegeben.“ Noch dazu in einer Zeit, in der die Anzahl der niedergelassenen Ärzte, insbesondere der Hausärzte abnimmt. „Wo kommt das Geld wirklich hin? Sicher nicht zu den Ärzten. Aber vielleicht in die Verwaltung“, fragt sich Dr. Machacek.

Aus Sicht von Dr. Machacek haben die Kassen ohnehin keinen Grund, sich über die ständige Kostensteigerung auszulassen. „Wer über Jahrzehnte alle sinnvollen Ansätze zur Optimierung der Gesundheitsökonomie unterdrückt, der braucht sich am Ende des Tages nicht über Defizite zu wundern.“

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