Wien (OTS) „DER UNTERSCHIED“ lautet der Titel des ORF-„Public-Value-Reports“ 2017/18, den ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz am Dienstag, dem 5. Juni 2018, im Rahmen eines Pressegesprächs im ORF-Zentrum gemeinsam mit Dr. Klaus Unterberger, Leiter ORF Public Value, und im Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Bernd Holznagel, LL.M., von der Universität Münster und Univ.-Prof. Dr. Barbara Thomaß von der Universität Bochum vorstellte. Heuer steht eine Frage im Mittelpunkt: „Was leistet der ORF für die 55 Cent, die er pro Tag und Gebührenzahler/in erhält?“

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Public Value mit seinen Programmen zu erzeugen ist die Kernaufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Und dabei geht es nicht nur um Information, sondern auch um Kultur, Sport, Unterhaltung, Regionalprogramme, Filme und Serien und vieles mehr. Der ORF erbringt damit eine mediale Infrastrukturleistung, die wichtig ist für den Medienstandort Österreich. Zur Stärkung des Medienstandorts ist aus Sicht des ORF vor allem auch die Zusammenarbeit mit den kommerziellen Medienunternehmen weiterzuentwickeln. Denn nur wir alle gemeinsam haben eine Marktrelevanz gegenüber den globalen Online-Giganten wie Google und Facebook. Der ORF hat dazu eine Reihe von Vorschlägen. Unter anderem schlagen wir die Entwicklung eines Austrian Players für den Smart-TV-Bereich vor, um dem geänderten Nutzungsverhalten des jungen Publikums gemeinsam Rechnung zu tragen und sicherzustellen, dass österreichische Inhalte auch künftig auffindbar bleiben.“

Dr. Klaus Unterberger, ORF Public Value: „Die anhaltende Debatte über Datenmissbrauch, Fake News und die Kritik an Facebook führen zwangsläufig zur Frage, wie glaubwürdig und zuverlässig Medien sind. Im neuen ,Public-Value-Bericht‘ geben wir Antworten darauf, wie der ORF auf diese Herausforderungen reagiert, welchen Wert und Nutzen er für Gebührenzahler/innen produziert: 55 Qualitätsunterschiede, 55 Stimmen aus dem ORF und 55 Stimmen aus der Wissenschaft liefern gute Gründe für öffentlich-rechtliche Medienkultur, gerade angesichts der alarmierenden Disruptionen digitaler Medientechnologie und den gesellschaftlichen Umbrüchen und Herausforderungen.“

Univ.-Prof. Dr. Barbara Thomaß: „In Zukunft müssen öffentlich-rechtliche Medien fit gemacht werden für die digitale Welt, das heißt, sie müssen sich der Herausforderung stellen, den digitalen Kommunikationsraum für nicht kommerzielle Interessen aufrechtzuerhalten. Bei dieser Öffnung für gemeinwohlorientiere Inhalte spricht man von Public Open Space.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Holznagel, LL.M.: „Öffentlich-rechtliche Medien sind das Bindeglied einer demokratischen Gesellschaft, die gemeinsame Erfahrungen teilt. Sie übernehmen im Mediensystem einen Infrastrukturauftrag, das bedeutet den Auftrag der Grundversorgung und nicht der Minimalversorgung der Bürgerinnen und Bürger. Zu dieser Grundversorgung gehören auch Themen wie Unterhaltung oder Sport.“

Public-Value-Report 2017/18: DER UNTERSCHIED

Zum 10. Mal dokumentiert der ORF-„Public-Value-Report“ im Rahmen seines Qualitätssicherungssystems die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Heuer steht eine Frage im Mittelpunkt: „Was leistet der ORF für die 55 Cent, die er pro Tag und Gebührenzahler/in erhält?“ Deshalb dokumentieren 55 Qualitätsunterschiede in knapper Form eines Handbuchs den unterscheidbaren Wert und Nutzen des ORF-Medienangebots.

In der Publikation „DER UNTERSCHIED“ geben 55 ORF-Mitarbeiter/innen Einblick in ihre tägliche Arbeit und legen dar, wie und mit welchen Ansprüchen sie den öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen – in den fünf Qualitätsdimensionen „Individueller Wert“, „Gesellschaftswert“, „Österreichwert“, „Internationaler Wert“ und „Unternehmenswert“.

Weiters liefern im neuen ORF-Public-Value-Buch „Public Open Space – Zur Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien“ 55 Beiträge von österreichischen und internationalen Wissenschafterinnen, Wissenschaftern, Expertinnen und Experten Analysen, Perspektiven und Entwürfe für die Zukunft der Medien.

Der ORF-„Report-Value-Report“ wurde von Dr. Klaus Unterberger und Konrad Mitschka herausgegeben, steht unter zukunft.ORF.at als Download bereit und kann unter zukunft@orf.at bestellt werden (solange der Vorrat reicht).

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