„Green Deal“ der Europäischen Kommission ist kritisch zu hinterfragen und eine Folgeabschätzung notwendig

Wien (OTS) Die Europäische Kommission hat im Rahmen des Klimaschutzplanes „Green Deal“ Strategien vorgeschlagen, die auch die Landwirtschaft massiv beeinflussen, wie etwa die Halbierung von notwendigen Betriebsmitteln in den nächsten zehn Jahren.

Das von Präsident Moosbrugger und Präsident Strasser heute vorgelegte Biodiversitäts- und Klimaprogramm 2030 zeigt auf, dass die von der EU-Kommission angestrebte Klimaneutralität Europas nicht allein durch die Land- und Forstwirtschaft gelöst werden kann. Außerdem dürfe in diesem Zusammenhang nicht die regionale Produktion verhindert und zusätzliche Importe angekurbelt werden.

Die Vereinigung „DIE RÜBENBAUERN“ fordert daher eine Folgeabschätzung zur vorgelegten Strategie der Europäischen Kommission. Präsident DI Ernst Karpfinger unterstreicht: „Wer regionale Produkte möchte, sollte regionale Produktion ermöglichen. Dazu brauchen die Landwirte aber entsprechende Werkzeuge, wie beispielsweise einen wirksamen Pflanzenschutz, der vor allem bei Spezialkulturen wie der Zuckerrübe für eine erfolgreiche Produktion wichtig ist. Populistische Fehlentscheidungen in der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, dass dadurch die Anbauflächen von pflegeintensiven Kulturen ständig gesunken sind.“

Durch das vor einigen Jahren deutlich strenger gewordene Pflanzenschutzmittelgesetz in der Europäischen Union kann für viele notwendige Wirkstoffe gegen Krankheiten und Schädlinge keine neuerliche Genehmigung erlangt werden. Das gefährdet die Eigenversorgung mit heimischem Zucker in Österreich und Europa immer mehr. Die Folge ist der Import von mittlerweile gentechnisch verändertem Rohrzucker, für dessen Produktion auch Urwald gerodet wird. Dieser Zucker muss tausende Kilometer aus Übersee nach Europa reisen und ist mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, die in Europa längst verboten sind.

„Es kann wohl nicht im Sinne der Europäischen Union sein, hierzulande durch unerfüllbare Auflage die Produktion zu gefährden und durch die Hintertür niedrigere Umwelt- und Sozialstandards zu importieren. Die Europäische Union sollte eigentlich aus der Coronavirus-Krise gelernt haben und der Eigenversorgung mit regional erzeugten Grundnahrungsmitteln höchste Priorität zuordnen und diese nicht leichtfertig durch Maßnahmen ohne fachlichen Hintergrund und entsprechende Folgeabschätzung aufs Spiel setzen“, gibt Ernst Karpfinger abschließend zu bedenken.

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