Ab 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Gleich zwei Filmbeiträge zum aktuellen ORF-MUTTER ERDE-Schwerpunkt „Klima und Energie – Bye Bye CO2 !“ (Details unter presse.ORF.at) bietet die sonntägliche ORF-Kulturdokuleiste „dokFilm“ am 15. Mai 2022 ab 23.05 Uhr in ORF 2. Zunächst steht mit „UseLess – Weniger ist mehr“ der preisgekrönte Dokumentarfilm der isländischen Filmemacherinnen Rakel Garðarsdóttir und Ágústa M. Ólafsdóttir zum Thema Wegwerfgesellschaft auf dem Programm, der verdeutlicht, wie die menschlichen Grundbedürfnisse Nahrung und Kleidung massive soziale Probleme verursachen und den Globus ökologisch gehörig unter Druck bringen. Die Doku ist eine all female production – mit Ausnahme der Drohnen-Operateure waren hier nur Frauen am Werk. Anschließend befasst sich die von Matthias Widter und Ulrike Schmitzer für 3sat gestaltete TV-Dokumentation „Erde unter Wasser – Wohnen im Klima-Chaos“ (0.00 Uhr) mit visionären Projekten im Kampf gegen die Klimaerwärmung und den dadurch bedingten Anstieg des Meeresspiegels.

Mehr zum Inhalt von „UseLess – Weniger ist mehr“:

Der weltweite CO2-Ausstoß, maßgeblich verursacht durch die Industrienationen, heizt das globale Klima beständig an. Warum ist es aber schädlich, wenn wir unseren Kleiderschrank nicht voll genug bekommen können? Und was soll an einem Hamburger „böse“ sein? 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel werden jährlich verschwendet, mit denen jedoch drei Milliarden Menschen ernährt werden könnten. Die Modeindustrie wurde zu einer der größten Umweltsünderinnen, da in den vergangenen beiden Jahrzehnten Nachfrage und Produktion von Kleidung massiv in die Höhe geschnellt sind. Etwas ist gehörig aus dem Gleichgewicht geraten. Die Menschheit nimmt von der Natur mehr als diese geben kann – und bringt sich folglich selbst in Gefahr.
Ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion geht im Fertigungsprozess verloren oder landet auf dem Müll. Auf der anderen Seite gibt es eine Milliarde Hungerleidender. Die industrielle Fertigung von Lebensmitteln ist einer der wesentlichen Faktoren, die das Klima schädigen, sie befördert das Aussterben von Arten und ist für den Schwund an Trinkwasser mitverantwortlich. Ebenso fatal sind die umweltrelevanten Auswirkungen der Textilindustrie. Immer billigere Kleidung fordert immer mehr die Wegwerf-Mentalität. Was wenig kostet, scheint wenig wert.
Am Beispiel einer jungen Mutter macht der Film klar, wie ahnungslos und achtlos wir Menschen im Umgang mit Ressourcen sind. Und wie wir alle mit wenig Aufwand zu einer besseren Klimabilanz beitragen können. Denn schon ein gut durchdachter Einkaufszettel verhindert unnötige Käufe und die Verschwendung von Lebensmitteln. Mehr Bewusstsein und kritisches Hinterfragen bei der Shoppingtour in Sachen Mode kann zu mehr sozialer Gerechtigkeit und einer besseren Öko-Bilanz in den produzierenden Ländern beitragen.

Mehr zum Inhalt von „Erde unter Wasser – Wohnen im Klima-Chaos“

Der Meeresspiegel steigt immer schneller an. Hunderte Millionen Menschen an den Küsten unserer Erde sind schon jetzt bedroht. Wird das Wasser der Lebensraum der Zukunft? Werden wir auf „Oceanix“ leben – einer schwimmenden Stadt, wie sie die Vereinten Nationen für Klimaflüchtlinge errichten wollen? Oder werden schwimmende Villen, wie sie der französische Architekt Jacques Rougerie plant, das Südseeparadies Tahiti retten? In jedem Fall wird weltweit an neuen Konzepten gearbeitet, dem Meer wieder Lebensraum abzuringen, denn:
Die Flut wird kommen. Der 2019 entstandene Film zeigt visionäre Projekte für ein Leben mit der Flut.
Noch ist es ein spannender Luxus: Visionäre Hotel- und Gastronomiebetreiber bieten Zimmer mit Unterwasserblick oder Underwater-Restaurants an. Sticht der „SeaOrbiter“ von Jacques Rougerie bald in See? Oder werden wir bald alle auf schwimmenden Boulevards durch die Hafenstädte spazieren? Das Thema Klimawandel ist sehr ernst, die Entwicklung unumkehrbar. Schon jetzt ist der Meeresspiegel weltweit um 20 cm gestiegen. Expertinnen und Experten rechnen damit, dass die Ozeane bis zum Jahr 2100 um zwei Meter ansteigen. Das bedeutet, dass Millionen von Menschen aus Mumbai, Tokio, Guangzhou oder aus Bangladesch fliehen müssen. Auch die USA werden nicht verschont: Ganze Stadtteile von Miami, New Orleans und New York werden unter Wasser liegen. Deshalb sind Ideen, die aus der Science-Fiction stammen, aktuell: Städte im Meer und unter Wasser könnten zum Zufluchtsort werden.
Die Niederlande zeigen vor, wie man auf dem Wasser wohnt. Erste Pioniere leben bereits in „schwimmenden Nachbarschaften“, denn 40 Prozent der Niederländer sind nicht weniger als 100 Kilometer von einer Küste entfernt angesiedelt und daher massiv vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht. Weiterhin nur Deiche und Dämme zu bauen wird nicht reichen.
Sperrwerke wie die Thames Barriere in London versprechen den Menschen Sicherheit. Doch diese Jahrhundertbauwerke haben ihre Grenzen. Die Mehrheit der Menschen wird darauf angewiesen sein, dass dem Meer Lebensraum abgerungen wird.

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