Sonntag, 23. Juli, um 22.00 Uhr in ORF 2 – danach „Alltagsgeschichte“-Klassiker „Das kleine Glück im Schrebergarten“

Wien (OTS) Nach der Inneren Stadt in der Vorwoche nimmt Filmemacher Chico Klein am kommenden Sonntag, dem 23. Juli 2017, im „dokFilm“ um 22.00 Uhr in ORF 2 für die beliebte ORF-Bezirksporträtreihe ein weiteres Stück Wien genauer unter die Lupe: „Mein Währing“. Der 18. Wiener Gemeindebezirk ist eine klassisch-bürgerliche Wohngegend, die dicht bewohnt vom Gürtel mit seinen vielen Gründerzeithäusern bis zu den locker besiedelten Villengegenden am Rande des Wienerwaldes reicht. Die neue Dokumentation lässt die Geschichte auferstehen und präsentiert Vergessenes wie den versteckten jüdischen Friedhof Währing, der heute allerdings zum 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling gehört. Auch die Volksoper gehörte bis 1905 zu Währing. Der Türkenschanzpark, 1888 von Kaiser Franz Joseph feierlich eröffnet, wird von der Bezirksbevölkerung bis heute als der schönste Park Wiens bezeichnet. Komponistin Gabriele Proy, Künstlerin Timna Brauer, Caritas-Präsident Michael Landau, Designer Matthias Peschke, Cellist Franz Bartholomey und Lichttechniker Bernhard Rybar erinnern sich an die Jugendzeit in ihrem Bezirk zurück.

Anschließend erforscht Elizabeth T. Spira „Das kleine Glück im Schrebergarten“

Anschließend an das neue Bezirksporträt steht um 23.05 Uhr in ORF 2 ein Klassiker der ORF-Kultreihe „Alltagsgeschichte“ von Elizabeth T. Spira auf dem Programm: „Das kleine Glück im Schrebergarten“. Der 1992 entstandene Film ist – nach der Folge „Die Donauinsulaner“ – die meistgefragte wie gezeigte Episode des beliebten Dokuformats (insgesamt elfmal). Darin porträtiert Spira den Mikrokosmos der Wiener Kleingärten, in denen strenge Vorschriften herrschen und die Vereinsmeierei bunte Blüten treibt. Doch trotz der vielen Regeln und so mancher Streitereien bleibt genügend Freiraum zum Träumen und Glücklichsein. Und für die meisten gilt der Ausspruch eines Gartenbesitzers: „Mag die Welt da draußen noch so böse sein, hier im Garten ist sie friedlich und schön.“ Für die Dokumentation drehte Spira an zahlreichen Schauplätzen in Wien, wo es mehr als 25.000 Schrebergärten gibt.

Mehr zum Inhalt von „Mein Währing“

Im zauberhaften Gartenpavillon der Villa Brauer werden in einer lockeren Gesprächsrunde Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit in Währing ausgetauscht: Es plaudern Sängerin Timna Brauer, Komponistin Gabriele Proy, Franz Bartholomey, erster Solocellist bei den Wiener Philharmonikern, und Designer Matthias Peschke.
Die ehemaligen Schulkollegen Bernhard Rybar, seines Zeichens Lichttechniker, und Michael Landau, Präsident und Direktor der Caritas Österreich, unterhalten sich über Schulstreiche, Stinkbomben basteln und das Freizeitparadies Türkenschanzpark, den die Währinger für die schönste der öffentlichen Parkanlagen in Wien halten und der auch für die anderen Protagonisten in ihrer Kindheit von Bedeutung war.
Das erste Volksbegehren zur Öffnung des Sternwarteparks für die Öffentlichkeit ist genauso ein Thema wie die Bausünden in der ehemaligen Gartenstadt, die später zur Cottage wurde.
In der Villa Schmutzer ließen sich viele Prominente vom Fotografen und Porträtmaler Ferdinand Schmutzer, Matthias Peschkes Großvater, verewigen – z. B. Albert Einstein oder der berühmte Cellist Pablo Casals. Die Geschichte vom gelegentlichen Kartenspiel zwischen Schmutzer und seinem Nachbarn gegenüber, Arthur Schnitzler, zeigt, wer sich die schöne Gegend damals leisten konnte und mochte.
Aber nicht nur noble Villen, auch der Kutschkermarkt, der sich nicht durch Größe, sondern durch seine Atmosphäre auszeichnet, sowie die Währinger Straße mit ihrer Vielfalt an Geschäften gehören unverzichtbar zum 18. Bezirk. Vom Währinger Gürtel mit seiner nicht sonderlich einladenden Wohnsituation bis hinauf zum Pötzleinsdorfer Schlosspark zeigt Regisseur Chico Klein die Vielfalt des Bezirks.

„Mein Währing“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Felix Breisach Medienwerkstatt.

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