Richtlinien für eine partnerschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Produktion, Sender, Regie und Drehbuch.

Wien (OTS) Mit dem neuen Maßnahmenkatalog DREHBUCH 2021 veröffentlicht der Drehbuchverband Austria nun Richtlinien für eine partnerschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Produktion, Sender, Regie und Drehbuch. Die längst fällige Stärkung eines Berufszweiges.

„Mei Bier is ned deppert“, „I sog’s glei, i wor’s ned“ oder „Danke, ganz lieb“ – alles Filmzitate, die es in den alltäglichen Sprachgebrauch in Österreich geschafft haben. Die meisten haben sofort die Szenen dazu vor Augen, kennen die Schauspieler*innen darin und vielleicht auch die Regie. Aber wer diese Dialoge erfindet, wissen die wenigsten. Drehbuchautor*innen werden in der Öffentlichkeit und medial so gut wie nicht wahrgenommen. Dabei ist der Bedarf an filmischen Erzählungen in all seinen Variationen größer als je zuvor. Kaum zu glauben also, dass deren Verfasser*innen auch innerhalb des Filmproduktionsprozesses immer noch wenig Wertschätzung erhalten. Nach Abnahme des Drehbuches verschwinden die Autor*innen meist wieder in der Abgeschiedenheit ihres Arbeitszimmers und können kaum noch Einfluss darauf nehmen, was mit den Geschichten und Figuren passiert, die sie in oft Jahre langer Arbeit erdacht haben.

Der vom Drehbuchverband Austria entwickelte Maßnahmenkatalog DREHBUCH 2021 soll diese Situation in Österreich nun ändern.

International wird der wesentlichen Bedeutung von Drehbuchautor*innen in der Film- und Serienproduktion schon lange Rechnung getragen. Längst ist es üblich, dass Autor*innen – etwa in Funktion von Showrunnern – bis zum Schluss entscheidend in den Entstehungsprozess involviert sind. Autor*innen sind die Expert*innen ihrer Geschichten und Figuren, wollen und sollen daher bis zum Schluss Verantwortung für sie übernehmen. Zahlreiche erfolgreiche Beispiele geben diesem Modell recht. Hierzulande gibt es dahingehend aber noch großen Nachholbedarf.

In Deutschland etwa wurden mit kontrakt18 bereits vor drei Jahren Richtlinien festgelegt, die Rechte und Pflichten von Autor*innen im Produktionsprozess definieren und die konkret in Vertragsverhandlungen eingebracht werden.

Mit DREHBUCH 2021 hat nun der Drehbuchverband Austria auch für Österreich Standards entwickelt, die die Bedingungen für eine gerechte und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Produktion, Sender, Regie und Drehbuch festlegen – eine Art Gütesiegel, zu dem sich alle Beteiligten bekennen. Das Papier umfasst eine Reihe von konkreten Forderungen. Diese reichen von fairen Vertragsbedingungen und gerechter Entlohnung über die Mitsprache in wesentlichen Schritten innerhalb des Produktionsprozesses bis zur adäquaten Nennung bei allen Verwertungsmaßnahmen.

Die Richtlinien wurden in internen Vorgesprächen den Produzent*innenverbänden, den Regieverbänden und dem ORF vorgestellt und an alle maßgeblich Beteiligten versandt.

So soll mit der Initiative DREHBUCH 2021 die entscheidende Rolle von Drehbuchautor*innen innerhalb und außerhalb der Filmproduktion in Österreich gestärkt werden.

www.drehbuchverband.at

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