Wien (OTS/SK) „Bitte passen Sie gut auf die Künstlerinnen und Künstler auf“, appellierte SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda am Donnerstag in seiner Abschiedsrede im Nationalrat. „Ich habe mich immer als Fürsprecher der Kunst verstanden. Ein Leben ohne Literatur, Theater oder Musik ist Barbarei. Ohne Künstlerinnen und Künstler wäre die Welt eine, die einem begegnet stumm. Sollen daher wirklich die, die aufgrund der Corona-Krise als erste zusperren mussten, wirklich als letzte wieder aufsperren dürfen?“, gab Drozda zu bedenken. ****

Drozda zog eine kurze Bilanz seiner politischen Tätigkeit als Minister und als Abgeordneter. Als Minister sei es ihm gelungen, eine Erhöhung der Kunststipendien zu erreichen, mit Martin Kusej als Burgtheaterdirektor, Stella Rollig als Generaldirektorin des Belvedere oder Bogdan Roscic als Staatsoperndirektor könne er auf gelungene Personalentscheidungen verweisen. Es habe aber nicht nur Erfolge, sondern auch Niederlagen gegeben, so Drozda unter Bezugnahme darauf, dass es ihm nicht gelungen sei, ein Informationsfreiheitsgesetz fertig zu verhandeln oder ein modernes Mediengesetz zur Beschlussfassung zu bekommen.

Seine politische Tätigkeit sei geprägt gewesen vom Willen, kleine Wendungen zum Besseren zu erreichen – durch überlegen, abwägen und das Bemühen um Kompromisse. Das alles auf der Basis der sozialdemokratischen Grundsätze Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Der SPÖ-Kultursprecher legte in diesem ein grundsätzliches Bekenntnis zu einer guten Debatten- und Gesprächskultur ab, an deren Sinn er glaube und die er als wesentlich für die Politik bezeichnete. Es sei ein Privileg für ihn gewesen, für Franz Vranitzky arbeiten zu dürfen und als Minister und Abgeordneter wirken zu können. Drozda dankte abschließend allen MitarbeiterInnen, die ihn auf diesem Weg begleitet und unterstützt hatten und der Sozialdemokratie, die ihm diesen nicht selbstverständlichen Weg ermöglicht hatte. (Schluss) pp/bj

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