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Geschäftszahlen/Bilanz

Linz – Der voestalpine-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2017/18 durch die konsequente Umsetzung seiner internationalen Wachstumsstrategie bei gleichzeitiger Konzentration auf Innovation, Technologie und Effizienz sowie unterstützt durch eine breite konjunkturelle Aufwärtsentwicklung neue Rekordwerte sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch in allen Ergebniskategorien. Das Unternehmen erreichte damit auch ein Ergebnisniveau über jenem der Boom-Phase vor der Finanzkrise obwohl einzelne strategische Kernmärkte wie der Öl-und Gassektor oder die Eisenbahninfrastruktur von ihrer Dynamik her nicht mit dem damaligen Niveau vergleichbar sind.

Insgesamt gesehen war die globale Konjunkturentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr jedoch von Wachstum auf breiter Front geprägt. Die Dynamik in Europa, zum Teil auch in Nordamerika beschleunigte sich im Jahresverlauf, während sich China seine hohen Wachstumsraten der Vergangenheit trotz Restrukturierungsmaßnahmen in einigen Industriesegmenten erhalten konnte. Selbst Brasilien schaffte nach vier Jahren Rezession 2017 die Rückkehr zu wirtschaftlicher Expansion.

Die zunehmend protektionistische Wirtschaftspolitik der US-Administration belastete gegen Ende des Geschäftsjahres die weltweite ökonomische Stimmung zwar beträchtlich – die Entwicklung der Realwirtschaft blieb im Geschäftsjahr 2017/18 davon aber unbeeinträchtigt.
So entwickelte sich die Automobilkonjunktur anhaltend stark und auch der Konsumgüterbereich und die Flugzeugindustrie konnten ihr hohes Niveau fortschreiben. Während der Maschinenbau insbesondere in Europa zulegte und der Öl- und Gasbereich vor allem in Nordamerika Erholungstendenzen zeigte, war der zwar in China starke Bereich Eisenbahninfrastruktur in Europa mit einer Nachfrageabschwächung konfrontiert.
In diesem Umfeld konnte der voestalpine-Konzern sowohl beim Umsatz als auch in allen Ergebniskategorien deutlich zulegen und in seiner bisherigen Geschichte jeweils noch nicht erreichte Höchststände erzielen. Zu dieser Entwicklung trugen alle Divisionen mit Zuwächsen bei Umsatz und operativem Ergebnis (EBITDA) bei, wobei die größte Verbesserung aus der Steel Division kam.
Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2018/19 zeigen sich die Grundtrends der Weltwirtschaft nach wie vor wenig beeindruckt von möglichen politischen Risiken. Die Nachfrageentwicklung stellt sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen und Kundensegmenten unverändert positiv dar.
Dieses hervorragende konjunkturelle Umfeld des ersten Quartals 2018/19 lässt eine anhaltend starke Entwicklung der wichtigsten Märkte zumindest bis Herbst 2018 erwarten. Dabei ist allerdings in Bezug auf die Ergebnisentwicklung der voestalpine AG zu berücksichtigen, dass durch den seit langem geplanten reparaturbedingten Stillstand des größten Hochofens im Konzern das Ergebnis 2018/19, insbesondere das des 2., aber auch des 3. Quartals erheblich belastet sein wird. Ohne diesen außerordentlichen Effekt sollte das operative Ergebnis der ersten 6 Monate des laufenden Geschäftsjahres in etwa auf dem Niveau der ersten Jahreshälfte 2017/18 zu liegen kommen.
Wesentlich schwieriger in der Einschätzung stellt sich das 2. Halbjahr 2018/19 dar, da spätestens in diesem Zeitraum maßgebliche negative Effekte aus handelspolitischen Lenkungsmaßnahmen zumindest einzelner Länder nicht mehr auszuschließen sind. Darüber hinaus wird sich dann auch zunehmend die Frage nach der Dauer der aktuellen Hochkonjunkturphase stellen, deren Wurzeln noch in das Jahr 2016 zurückreichen.
Trotz dieser Unwägbarkeiten in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2018/19 sollten operatives Ergebnis (EBITDA) und Betriebsergebnis (EBIT) für das Gesamtjahr 2018/19 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu liegen kommen. Dies unter der Annahme, dass die negativen Effekte der Hochofen-Großreparatur durch positive Effekte aus dem konjunkturellen Nachziehen einzelner Branchen (Eisenbahninfrastruktur, Öl- und Gassektor) überwiegend kompensiert werden können und sich die Auswirkungen internationaler handelspolitischer Maßnahmen in Grenzen halten. Ergebnisstabilisierend sollten sich auch die erfolgreichen Hochlaufprozesse von Großanlagen in den letzten zwölf Monaten auswirken (Drahtstraße Österreich; Automobil-Komponentenwerke USA, Mexiko, China; HBI-Anlage USA, etc.).

voestalpine-Konzern in Zahlen

_____________________________________________________________________________
|(gem._IFRS)__________|GJ_2016/17___________|GJ_2017/18___________|Veränderung|
|_____________________|01.04.2016-31.03.2017|01.04.2017-31.03.2018|in_%_______|
|Umsatz_______________|11.294,5_____________|12.897,8_____________|+14,2______|
|EBITDA_______________|1.540,7______________|1.954,1______________|+26,8______|
|EBITDA-Marge_in_%____|13,6%________________|15,2%________________|___________|
|EBIT_________________|823,3________________|1.180,0______________|+43,3______|
|EBIT-Marge_in_%______|7,3%_________________|9,1%_________________|___________|
|Ergebnis_vor_Steuern_|699,9________________|1.042,5______________|+48,9______|
|Ergebnis nach Steuern|527,0 |817,9 |+55,2 |
|*____________________|_____________________|_____________________|___________|
|Gewinn_je_Aktie______|2,84_________________|4,40_________________|+54,9______|
|Gearing Ratio in % |53,2% |45,7% | |
|(31.03.)_____________|_____________________|_____________________|___________|
|Mio._EUR_____________|

* Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen

Der Geschäftsbericht 2017/18 der voestalpine AG zum Stichtag 31. März 2018 ist auf der Website des Unternehmens www.voestalpine.com [http:// www.voestalpine.com/] unter der Rubrik “Investoren” abrufbar.
Für Fragen steht Ihnen das Investor Relations Team unter +43/50304/15-9949 zur Verfügung.

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