Wien (ots) Bis zum 23.02.2018 ist die Insurance Distribution Directive (IDD) in nationales Recht umzusetzen. Den Versicherern bleibt damit noch genau ein Jahr Zeit sich darauf einzustellen. Christine Kusztrich, Versicherungsexpertin bei der Business- und IT-Beratung Q_PERIOR, nennt vier wesentliche Risikofaktoren, die Versicherer angesichts der knappen verbleibenden Zeit in Betracht ziehen sollen.

1. Spätes Bekanntwerden von Umsetzungsdetails

Grundsätzlich legt die IDD auf europäischer Ebene lediglich einen Mindeststandard fest. Die nationalen Gesetzgeber haben die Möglichkeit, strengere Vorschriften zu erlassen. In Deutschland, wo die nationale IDD-Umsetzung weiter fortgeschritten ist als in Österreich, legte das Bundeskabinett beispielsweise jüngst einen überraschend strikten Referentenentwurf vor. Auch wenn dies in Österreich nicht zu erwarten ist, bleibt für die hiesigen Versicherer nicht mehr viel Zeit für eine fristgerechte Umsetzung. Absehbare Handlungsfelder sollten daher schon jetzt identifiziert, vorbereitende Maßnahmen initiiert und Ressourcen entsprechend eingeplant werden.

2. Unterschätzter Aufwand

Einige Versicherer unterschätzen noch den mit der Vertriebsrichtlinie verbundenen Umsetzungsaufwand. Denn die IDD hat nicht nur Auswirkungen auf den originären Versicherungsvertrieb. Viele weitere Unternehmensbereiche wie Betrieb, Compliance, Produktentwicklung sowie IT sind ebenfalls von der verpflichtenden Umsetzung betroffen. Um etwa die Einhaltung der Informationspflichten zu gewährleisten, müssen weitreichende prozessuale Veränderungen über verschiedene Bereiche hinweg vorgenommen werden. Allein die dafür benötigten Anpassungen der IT-Landschaft sowie der anschließende Wissenstransfer an die Vermittler werden den Versicherern viel Aufwand bereiten.

3. Isolierte Betrachtung

Versicherer, die ihre Umsetzungsprojekte isoliert und nicht interdisziplinär betrachten, lassen Synergieeffekte verstreichen. Da neben IDD weitere Regulierungsvorhaben wie etwa MiFID II und PRIIP-Verordnung in enger zeitlicher Abfolge auf die Versicherer zukommen, macht es sich bezahlt, Abhängigkeiten und Querverbindungen zu anderen regulatorischen Vorgaben zu identifizieren und zu adaptieren. Dies gelingt nur, wenn frühzeitig der Brückenschlag zwischen Versicherungsvertrieb, IT und Compliance erfolgt.

4. Kurzfristige Ausrichtung

Mit der reinen Fokussierung auf die Pflichtaufgaben riskieren einige Versicherer, bei der Umsetzung von IDD den Weitblick zu verlieren. Dabei sollte IDD auch als Anlass gesehen werden, sich hinsichtlich der Beratungsprozesse oder Vergütungssysteme neu zu positionieren und fit für die digitale Zukunft zu machen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob IDD nicht auch der Auslöser für den Einsatz neuer Technologien sein sollte. Schließlich unterstützen diese langfristig die Erfüllung aktueller und möglicher weiterer Beratungs- und Informationspflichten, die in den nächsten Jahren zu erwarten sind.

“Wenn es den Versicherern gelingt, diese Risiken zu minimieren oder zu umgehen, steht einer erfolgreichen Umsetzung der IDD nichts im Weg”, meint Christine Kusztrich, geschäftsführende Partnerin bei Q_PERIOR in Österreich abschließend. “Im Gegenteil: Langfristig werden die Chancen der neu geschaffenen Transparenz überwiegen.”

Zum Unternehmen:

Q_PERIOR ist eine inhabergeführte Business- und IT-Beratung mit Standorten in Deutschland, Schweiz, Österreich, England, USA, Kanada, Slowakei und Bosnien-Herzegowina. Q_PERIOR unterstützt Großunternehmen und große Mittelstandsunternehmen mit integrierter Fach- und IT-Kompetenz.

Neben der Spezialisierung auf die Branchen Versicherungen, Banken, Touristik, Transport & Logistik, Automotive, Energie & Industrie und öffentlicher Sektor bietet Q_PERIOR ein branchenübergreifendes Beratungsspektrum in den Bereichen Audit & Risk, Beschaffung, Business Intelligence, Finanzen & Controlling, Kundenmanagement, Projekt- & Implementierungsmanagement, Strategisches IT-Management und Technologie. Über alle Bereiche hinweg setzt Q_PERIOR erfolgreich Projekte um, die Unternehmen in Zeiten der Digitalen Transformation wettbewerbsfähiger machen.

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