WK-Präsident Nemeth kritisiert Politik. Statt auf Konzepte der Wirtschaft zu hören, sind scheinbar wieder Schließungen geplant. Menschen haben das Vertrauen in die Politik verloren

Eisenstadt (OTS) Die Enttäuschung ist riesig, Wut und Entsetzen herrschen bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern, nachdem bereits erste Meldungen durchsickern, wonach es rund um Ostern neuerliche Betriebsschließungen in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland geben soll. Noch am Montag wurde ja davon gesprochen, dass es nur zu regionalen Maßnahmen kommen soll, der burgenländische Landeshauptmann propagierte sogar eine „kontrollierte Öffnung“. Ungeachtet dessen wurden die Konzepte und Vorschläge aus der Wirtschaft nicht gehört.

„Wie sollen die Menschen noch an die Politik glauben, wenn hier innerhalb eines Tages eine Kehrtwende um 100 Prozent vollzogen wird“, bringt es Wirtschaftskammerpräsident Peter Nemeth auf den Punkt. Einmal mehr müsse die Wirtschaft für das Versagen der Politik herhalten. Nemeth: „Es ist scheinbar der leichtere Weg, die Wirtschaft zuzusperren als die Menschen davon abzuhalten, private Partys zu feiern. Aber viele Unternehmerinnen und Unternehmer wollen sich das verständlicherweise nicht mehr gefallen lassen, der Unmut ist gewaltig.“

Das gänzliche Fehlen klarer Kriterien und einer verlässlichen Öffnungsstrategie sei in Wahrheit ein Totalversagen der Politik. „Die Menschen haben es satt, dass die Schuld immer bei anderen gesucht wird. Einmal ist es der Bund, dann zu wenig Impfstoff oder auch die bösen ausländischen Pendler, die über die Grenze kommen. In Wahrheit zeigt sich jetzt, dass die Politik keinen Plan hat und sich deshalb hinter der Radikalmaßnahme Lockdown versteckt,“ so der Wirtschaftskammerpräsident.

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