Wien (OTS) Die Elektromobilität ist ein wesentlicher Teil der Energiewende. Das Verbrennen von Diesel und Benzin in Fahrzeugen muss in den nächsten 2 bis 3 Jahrzehnten der Geschichte angehören. Den Berichten von IPCC zufolge ist es notwendig, dieses Ziel drastisch nach vorne zu schieben. Auch wenn es einen großen Aufschrei der WKO bei der Forderung der UBA gab, dass ab 2025 nur mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieb verkauft werden dürfen. In Anbetracht des bereits ausgegebenen CO2-Budgets müssen alle erdenklichen Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes gesetzt werden.

„Leider hat die Regierung nur den ersten Teil der Elektromobilität kapiert“ ist sich Norbert Hummel von der ARGE Kompost & Biogas Österreich sicher. „Die Elektromobilität zu unterstützen ist überaus wichtig. Allerdings muss weiter gedacht werden! Kohlestrom aus Deutschland und Tschechien zu importieren, um ein Elektroauto zu tanken verursacht ebenfalls klimaschädliche Emissionen. Ein Renault ZOE käme auf einen CO2-Ausstoß von 150 g CO2/km. Solche Autos hätten damit in Österreich Schwierigkeiten bei der Zulassung“ bringt Hummel den Irrsinn auf den Punkt. Hummel weiter „Wenn Elektromobilität ausgebaut wird, braucht es auch einen Ausbau an inländischen Ökostromkapazitäten, die den Strom zu jeder Tages und Nachtzeit auch produzieren können.

Und genau hier macht die Regierung einen fatalen Fehler: Sie ruiniert die Basis für den Erhalt und den Ausbau von Ökostromkapazitäten. Mit fadenscheinigen Argumenten wird die dringend notwendige Ökostromnovelle blockiert. In den letzten 13 Jahren haben sich in Österreich rund 300 Biogasanlagen etabliert. Diese Biogasanlagen liefern Strom für über 25 Mio. Batterieladungen, und das ohne CO2-Austoß, ohne radioaktiven Abfall und ohne Kaufkraftabfluss nach Deutschland und Tschechien.

Die ersten Biogasanlagen haben schon für immer die Energieproduktion eingestellt. Mit jedem Monat kommen zwischen 2 und 6 Biogaslagen dazu. Zurück bleiben ein grundsätzlich funktionierendes Kraftwerk und ein Berg Schulden für die Pioniere der Energiewende.

Mit dem Stilllegen der Biogasanlagen werden folgende Leistungen nicht mehr erbracht:

  • Strom für 140.000 Haushalte
  • Wärme im Gegenwert von 40 Mio. l Heizöl
  • Biomethan im Gegenwert von 10 Mio. m³ Erdgas
  • Heimische Wertschöpfung von über EUR 120 Mio.
  • 2600 Arbeitsplätze bei den vor- und nachgelagerten Sektoren und 550 Arbeitsplätze direkt auf den Biogasanlagen
  • Verarbeitung von 275.000 t Bioabfällen
  • Verbesserung der Düngeeigenschaft von 400.000 t Wirtschaftsdünger

Einladung zur Kundgebung am Mittwoch, den 14.12.2016 um 8:30 vor dem Parlament

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DI Dr. Bernhard Stürmer
T: +43 1 890 1522
E: stuermer@kompost-biogas.info
I: www.kompost-biogas.info



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