Bewegungsmangel, suboptimale ergonomische Arbeitsplätze – mit einfachen Maßnahmen kann man leicht Besserung erzielen.

Wien (OTS)

  • Viele Mitarbeiter*innen arbeiten nun schon seit Monaten im Homeoffice.
  • Damit einhergehend bedeutet das für viele Menschen Bewegungsmangel, der zunehmend zur Belastung werden kann.
  • Mit einfachen Maßnahmen kann man leicht Besserung erzielen.

Zuhause ist alles anders. Weniger automatische Bewegung über den Tag verteilt, weil der Weg zur Küche nicht mehr so weit ist, der Drucker nun auf dem Schreibtisch steht, keine Kolleg*innen da sind, die zum Kaffee oder zum Aufstehen »einladen«. Hinzu kommt die oft suboptimale ergonomische Ausrüstung in den eigenen vier Wänden. Von einem perfekt eingerichteten Arbeitszimmer bis hin zum improvisierten Arbeitsplatz am Küchentisch, vielleicht auch noch geteilt mit dem Partner oder den Kindern. Ablenkungen, selbst auferlegter Druck des Ständig-erreichbar-Seins und des Leistung-Bringens können zusätzliche Probleme bereiten. Doch einigen dieser neuen Herausforderungen können wir mit kleinen Maßnahmen, die leicht in den Arbeitsalltag integrierbar sind, entgegenwirken.

Wie Sie aus dem statischen Arbeitsplatz einen dynamischen machen

  • Sitzposition wechseln:
    immer die nächste Sitzhaltung ist die Beste
  • Beim Telefonieren aufstehen
  • Tätigkeits- und Positionswechsel sowie Bewegung(sübungen) sind wie Sonnenstrahlen – diese müssen regelmäßig strahlen. Kleben Sie sich einen gelben Punkt an den Bildschirmrand, um an die positiven Sonnenstrahlen erinnert zu werden
  • Die Bewegungsmuster aus der Arbeit auch im Homeoffice einbauen
  • Längere Wege in die Küche/Drucker/ WC: machen Sie z.B. eine extra Runde um den Küchentisch
  • Gönnen Sie sich trotz allem eine Kaffeepause, vielleicht hilft dabei ein virtueller Kollege, der einen zum Kaffee abholt
  • Simulieren Sie den Weg in die Arbeit und nach Hause, z.B. durch einen Nachmittagsspaziergang in der Natur oder einer Runde um den Häuserblock

So beugen Sie etwaigen Fehlbelastungen des Bewegungsapparats vor

Die ergonomischen Grundregeln mit der 90°-Referenzhaltung gelten im Homeoffice genauso wie im Büro.

  • Unterarme sollen entspannt auf dem Tisch aufliegen, eventuell Fußstütze verwenden
  • Sitzalternativen wie Sitzball oder Sitzdiskus in Erwägung ziehen
  • Frontale Bildschirmaufstellung

Kurze Übungen für zwischendurch

Ergonomische Beratung per Video-Call

Aufgrund von prolongierten Homeoffice Lösungen sind in der momentanen Situation Begehungen nach ASchG nur bedingt möglich, daher greifen immer mehr Unternehmen zu Online-Angeboten, die ihre Mitarbeiter*innen bei der richtigen Gestaltung ihres Arbeitsplatzes unterstützen. Eine Möglichkeit ist die ergonomische Online-Beratung. Im Rahmen von Video-Calls werden mit Ergonom*innen online Gestaltungsmöglichkeiten auf Basis der bestehenden- Gegebenheiten, Tipps für mögliche Hilfsmittel sowie individuelle Ausgleichsübungen je nach Beschwerden besprochen. So gelingt gesundes Arbeiten auch zuhause.

Autor: Matthias Welkens, Ergotherapeut und Leiter des IBG-Bereiches Arbeitssicherheit und Ergonomie, beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten des Arbeitnehmerschutzes und der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung.

IBG GmbH, gegründet 1995, ist mit über 165 MitarbeiterInnen, davon 70 ArbeitsmedizinerInnen, Österreichs größte Unternehmensberatung im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. IBG ist in ganz Österreich vertreten.

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Ansprechpartnerin: Renate Ruhaltinger-Mader
M +43 (676) 38 49 022, Email presse@ibg.at I office@fabelhaft.biz

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