Stadtstraße Aspern verbindet zukunftsweisende Mobilität mit nachhaltiger Stadtentwicklung im Norden Wiens

Wien (OTS/SPW-K) Die Vergabe der Mittel für die Stadtstraße Aspern wurde heute im zuständigen Ausschuss für Innovation, Stadtplanung und Mobilität mit den Stimmen von SPÖ, NEOS, FPÖ und ÖVP beschlossen. Die valorisierten Projektkosten belaufen sich unter Berücksichtigung der derzeitigen Marktlage und Entwicklung auf rund 460 Millionen Euro. Mit 231 Millionen Euro trägt das von den Grünen geführte Infrastrukturministerium rund die Hälfte der Kosten.

Die Stadtstraße wurde zehn Jahre lang von zwei grünen Verkehrsstadträtinnen mitgeplant. Das von den Grünen geführte Infrastrukturministerium trägt mit über 231 Millionen Euro rund 50 Prozent der Gesamtkosten – man könnte daher fast schon von einem Grünen-Verkehrsprojekt sprechen“, so der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Gemeinderat Erich Valentin, der eine „scheinheilige politische Kindsweglegung“ der Wiener Grünen ortet, die „offenkundig noch etwas orientierungslos ihren Platz auf der Oppositionsbank suchen“.

Wien wächst und wird in wenigen Jahren mehr als zwei Millionen Einwohner*innen haben. Gerade der Norden bzw. Nordosten Wiens, insbesondere die Gebiete von Aspern, Hausfeld oder Breitenlee sind eine dynamische Wachstumsregion, die dementsprechend an andere Stadtgebiete und das Umland gut angebunden bleiben muss. Die Stadtstraße Aspern bringt Verkehrsentlastung der Wohngebiete in der Donaustadt und eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts und schafft damit wichtige und gerade in der Krise dringend notwendige Arbeitsplätze.

Zwtl.: Öffis waren zuerst da, jetzt folgt Straßenanbindung

Basis für die städtebauliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Seestadt Aspern ist ein umfassendes Mobilitätskonzept inklusive Anbindung an die U-Bahn und die rund drei Kilometer lange Stadtstraße Aspern. In Verbindung mit dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel wie z.B. der U2 und den Straßenbahnlinien 25, 26 und 27 ist auch die Stadtstraße Aspern ein wichtiger Teil des zukunftsorientierten Mobilitätskonzeptes. Mit der Stadtstraße Aspern entsteht bis 2025 eine leistungsfähige Verkehrsanbindung für die Donaustadt, die die A23-Südosttangente (Anschlussstelle Hirschstetten) mit der S1-Spange Seestadt Aspern bei der Anschlussstelle Seestadt West verbindet.
„Wir wollen Transitverkehr nicht mehr in die Stadt lassen. Es ist widersinnig, Transitverkehr, besonders Schwerverkehr, der weder Ziel noch Ursprung in Wien hat, in die Stadt hineinzuziehen. Keine Metropole Europas tut das“, so der Vorsitzende des Verkehrsausschusses Erich Valentin. Und weiter: „Die Umfahrung der Stadt und die Verkehrsberuhigung im Inneren, sind zwei Seiten derselben Münze. Es gilt im Kleinen wie im Großen: Zuerst Verkehr beruhigen, dann Grätzl gestalten. Verkehre, die nicht mit der Stadt zu tun haben, werden um sie herumgeführt. Damit gewinnen wir Raum, um Ortszentren mit hoher Lebensqualität zu gestalten.“

Zwtl.: Entlastung der Wohngebiete in der Donaustadt

Bis zum Jahr 2030 sollen etwa 220.000 Menschen in der Donaustadt wohnen – rund 25.000 mehr als heute. Diese brauchen nicht nur Wohnraum, sondern auch Arbeitsplätze, was durch den Zuzug neuer Betriebe sichergestellt werden kann.

Die Stadt Wien sorgt mit der Stadtstraße dafür, dass dieser Teil der Großstadt als wichtiger Wirtschaftsstandort durch eine hochwertige Verkehrsanbindung erschlossen bleibt. Wohngebiete werden vom Durchzugsverkehr befreit und regionale und überregionale Lastentransporte werden gebündelt. Durch die gute Erreichbarkeit wird die Donaustadt als Wirtschaftsstandort noch attraktiver und schafft vermehrt Arbeitsplätze. Die Bewohnerinnen und Bewohner des 22. Bezirks profitieren von der Entlastung der Wohngebiete in Breitenlee, Hirschstetten, Essling und des Lobau-Vorlandes. Das bedeutet weniger Lärm und Schadstoffe in den Wohngebieten. Die gute Anbindung sichert den Ausbau der Seestadt Aspern als nachhaltig errichteten, neuen Stadtteil zum Leben und Arbeiten.

Zwtl.: Top Öffi-Anbindung: Mobilitätsangebot ist zukunftsfit und klimafreundlich

Die zentrale Achse für die Stadtentwicklung im 22. Bezirk ist der Verlauf der U2, die ihre Endstation in der Seestadt Aspern hat. Die Eröffnung einer U-Bahn in einem Gebiet, noch vor Errichtung der ersten Gebäude, war ein mutiger Schritt und ein absolutes Novum. Im Umfeld dieser Trasse werden neue Räume zum Wohnen, Leben und Arbeiten geschaffen. Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln wird ausgebaut, etwa durch die Straßenbahnoffensive mit den Linien 25, 26 und der geplanten Linie 27. Mit dem Bau der Stadtstraße wird auch eine durchgehende Radverbindung von Stadlau bis in die Seestadt ermöglicht. Langfristig soll es zahlreiche attraktive Verbindungen für Radfahrende von den Siedlungsgebieten zu den Arbeitsstätten und auch Naherholungszielen geben. Im Sinne einer Stadt der kurzen Wege werden auch Planungen für den Fußverkehr und die künftige Aufenthaltsqualität berücksichtigt.

Zwtl.: Stadtstraße Aspern: Neue Messlatte für umweltschonenden Straßenbau

Beim Bau der Stadtstraße kommen eine Reihe an umweltschonende Maßnahmen zum Einsatz, sodass die Stadtstraße neue Maßstäbe in Sachen Umweltbewusstsein im Straßenbau setzt. Um die vorhandenen Ressourcen möglichst schonend zu nutzen, kommt beim Bau das Prinzip der Wiederverwertung zum Tragen. So wird der anfallende Bodenaushub weitestgehend wieder in der unmittelbaren Umgebung eingesetzt. So genannter „Ausbauasphalt“, also bereits gebrauchter Asphalt, wird recycelt und zu einem Anteil von 20% bei sämtlichen Trag- und Deckschichten beigefügt. Dadurch ist weniger neuer Asphalt nötig. Das verringert LKW-Transportfahrten und Emissionen – sowohl bei der Herstellung als auch beim Transport. Die Emissionsreduktion durch eine Minimierung der LKW-Transportkilometer ist auch bereits bei der Ausschreibung für das Vorhaben ein wichtiges Kriterium. In dieselbe Kerbe schlägt auch der Anspruch, nur in der EU gewonnene Steinmaterialien – wie etwa die Granite für die Randsteine – zu verbauen.

Zwtl.: Weniger Beton durch Forschungsprojekte

Durch umfangreiche Forschungsprojekte der Stadt Wien zur Tragfähigkeit des Bodens konnten wichtige Erkenntnisse für eine Sonderdimensionierung der Bohrpfähle und der Optimierung der Baukörper gewonnen werden. Auf Basis der Ergebnisse dieser Forschungsprojekte der Stadt im Entwicklungsgebiet können die erforderlichen Stärken der Betondecke und der Einsatz der Bewehrung sparsamer dimensioniert werden, ohne die Belastbarkeit negativ zu beeinflussen. Das trägt wiederum zu einem vernünftigen Umgang mit Rohstoffen und zur Emissionsreduktion bei. Dies wird auch durch die Verpflichtung zum Einsatz modernster Technologie unterstrichen.

Zwtl.: Parks, Bäume und Urban Gardening für eine gesunde Stadtentwicklung

Der urbane Raum muss eine Vielzahl von Bedürfnissen erfüllen und unterschiedlichste Ansprüche vereinen. Ein gut geplantes Öffi-Angebot kombiniert mit einer leistungsfähigen Anbindung für den Individual- und Wirtschaftsverkehr geht Hand in Hand mit umfangreichen Konzepten für den Grünraum. Weite Bereiche entlang der Stadtstraße Aspern werden mit Bäumen und Grünflächen gestaltet, in den dichter besiedelten Gebieten wird die Stadtstraße durch Tunnel geführt. Im weiteren Umfeld der Stadtstraße werden neben den neuen Wohngebieten wichtige Grünraumkorridore und Parks aber auch naturbelassene Ecken und Raum für Urban Gardening geschaffen. Ein wichtiger Aspekt für eine gesunde Stadtentwicklung.

Die Arbeiten an der Stadtstraße Aspern werden durch eine umfassende ökologische Betreuung und Kontrolle begleitet.

Infos zur Stadtstraße Aspern

  • Sie verbindet die A23-Südosttangente (Anschlussstelle Hirschstetten) mit der S1-Spange Seestadt Aspern (Anschlussstelle Seestadt West).
  • Gleichzeitig erschließt sie neue Stadtteile wie die Seestadt Wiens”.
  • Die Stadtstraße soll den Durchzugsverkehr aus den Siedlungsgebieten abziehen und durch die Entlastung die Lebensqualität in Ortskernen wie Hirschstetten, Stadlau und Breitenlee deutlich verbessern helfen.
  • Start der Vorleistungen: 2021
  • Baubeginn der Hauptbaumaßnahmen: Ende 2021
  • Geplante Verkehrsfreigabe: Ende 2025
  • Voraussichtliches Bauende: 2026
  • Gesamtlänge: 3,2 Kilometer

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SPÖ Wien Rathausklub
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