Raiffeisentag in Salzburg: Wandel und Aufbruch – „eine Klimaveränderung für Raiffeisen“.

Wien (OTS) Die Generalversammlung des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV) hat gestern, Donnerstagnachmittag, Erwin Hameseder einstimmig zum neuen Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes gewählt. Hameseder folgt damit Walter Rothensteiner nach, der nach zehn Jahren aus dieser Funktion ausscheidet. Das neue Präsidium setzt sich neben Hameseder aus seinen drei Stellvertretern Volkmar Angermeier, Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Franz Titschenbacher, Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, und Reinhard Wolf, Generaldirektor der Raiffeisen Ware Austria, zusammen.

Eine Klimaveränderung bei und für Raiffeisen

In seiner Antrittsrede vor der Generalversammlung unterstrich der neue Generalanwalt die Bedeutung der Gemeinschaft und des Individuums für Raiffeisen: „Besonders in einer Zeit der Rationalisierung, der Zentralisierung und der Digitalisierung müssen bei Raiffeisen der Mensch und die Gemeinschaft das Maß der Dinge sein und bleiben.“ Gleichzeitig gab Hameseder das Versprechen ab: „Wir bleiben in den Regionen. Bei uns finden die Menschen noch persönliche Ansprechpartner. Denn ein Engagement für Raiffeisen ist weit mehr als nur Engagagent für ein Unternehmen. Es ist das Engagement für die Regionen, in denen wir leben. Für unsere unmittelbare Nachbarschaft.“Als Schwerpunkte für die kommende Amtsperiode nannte Hameseder den Bereich Nachhaltigkeit in ihrer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Dimension: „Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der DNA bei Raiffeisen. Unser Horizont ist dabei weiter als nur die nächste Bilanz“, führte Hameseder, der auch weiterhin Obmann der Raiffeisen-Holding und Aufsichtsratsvorsitzender der RLB NÖ-Wien bleiben wird, aus. Hameseder, der sich vehement für die Öffnung von Raiffeisen für junge Menschen und mehr Frauen in genossenschaftlichen Führungspositionen einsetzt, will diesen Weg auch im ÖRV fortsetzen, denn: „Wir brauchen eine Klimaveränderung bei und für Raiffeisen“, so der neue Generalanwalt.

Würdigung von Rothensteiner: „Ein Genossenschafter, wie er im Büchl steht“

Rothensteiner blickt auf eine fast 48-jährige Karriere bei Raiffeisen zurück: „Raiffeisen ist aus Österreich nicht wegzudenken. Mehr als zwei Millionen Menschen unseres Landes sind Genossenschaftsmitglied einer Raiffeisen-Genossenschaft. Sie alle verbindet die Überzeugung, dass man gemeinsam mehr schafft als allein. Diese Kraft der Basis war mir stets ein Rückhalt in meiner täglichen Arbeit.“ Hameseder nannte Rothensteiner, mit dem er seit 1987 eng zusammenarbeitet, einen Manager und Banker mit Expertise, Hausverstand und Herz. „Unser langjähriges freundschaftliches Miteinander war und ist geprägt von denselben Werten und von unerschütterlicher Verlässlichkeit. Walter Rothensteiner ist ein Brückenbauer, ein Meister der konsensualen Menschenführung und ein Genossenschafter, wie er im „Büchl“ steht“, so Hameseder.Als Dank für die jahrelange Funktionärstätigkeit im Raiffeisenverband werden Generalanwalt Hameseder und die neugewählten Stellvertreter im Laufe des Raiffeisentages Walter Rothensteiner mit der höchsten Auszeichnung ehren, die der ÖRV vergeben kann: mit der goldenen Raiffeisennadel mit Diamanten. Die Laudatio wird der ehemalige Gouverneur der Nationalbank, Ewald Nowotny, halten. Er würdigte Walter Rothensteiner mit den Worten: „Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass für den langfristigen Erfolg als Bankmanager nicht nur technisches Wissen, sondern vor allem Korrektheit und menschliche Größe von Bedeutung sind. Walter Rothensteiner verkörpert dies in geradezu exemplarischer Weise, verbunden mit Liebe zu Kunst und Kultur, der Bereitschaft, sich für wichtige gesellschaftliche Bereiche zu engagieren und der Freude an technischen Neuerungen. Er hat viel erlebt, vieles bewirkt und kann wohl als ‘Role Model‘ eines seriösen und erfolgreichen Bankmanagers gesehen werden.

Raiffeisentag: Wandel und Aufbruch

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause findet heuer wieder ein Raiffeisentag in Präsenz statt. Als spezieller Gast am Raiffeisentag wird Finanzminister Magnus Brunner begrüßt, der sich an alle Delegierten wenden wird. Digital zu Gast ist Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Ein Impulsreferat zum Thema „Globale Herausforderungen. Regionale Antworten?“ wird Universitätsprofessor Peter Bußjäger halten. Der ÖRV hat sich zum Ziel gesetzt, traditionell männlich geprägte Strukturen bei Raiffeisen zu öffnen, mehr Frauen für Führungsfunktionen zu gewinnen und den Anteil der Funktionärinnen deutlich zu erhöhen. Ziel: 25 Prozent bis 2025. Derzeit liegt der Anteil noch bei 18 Prozent, gestartet ist die Initiative 2014 bei gerade einmal acht Prozent. Der zweite inhaltliche Schwerpunkt des Raiffeisentages liegt bei der Initiative „Raiffeisen next“, die das Ziel verfolgt, noch mehr junge Menschen für Funktionärsaufgaben bei Raiffeisen zu begeistern. Im zweiten Teil des Raiffeisentages holt „Raiffeisen live“ aktuelle Projekte und Initiativen aus allen Bundesländern vor den Vorhang, etwa den groß angelegten Schwerpunkt zur Gründung erneuerbarer Energie-Genossenschaften im Burgenland, die Transformation oberösterreichischer Raiffeisenbanken zum regionalen digitalen Ökosystem oder den Getreide-Vermarktungspool der niederösterreichischen Lagerhäuser.

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Gregor Bitschnau
Österreichischer Raiffeisenverband
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